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Starlink-Konkurrent: Amazon Leo soll Mitte 2026 den Betrieb aufnehmen

CEO Andy Jassy kündigt den Starttermin für das ehemals Project Kuiper genannte Satellitennetzwerk an. Es verspricht Gigabit-Tempo.
/ Nils Matthiesen
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Amazon Leo startet Mitte 2026 (Bild: Amazon)
Amazon Leo startet Mitte 2026 Bild: Amazon

Amazon konkretisiert seine Pläne für den Satelliteninternetdienst Amazon Leo. Wie CEO Andy Jassy in seinem jährlichen Brief(öffnet im neuen Fenster) an die Aktionäre mitteilte, soll der kommerzielle Betrieb des ehemals als Project Kuiper(öffnet im neuen Fenster) bekannten Dienstes Mitte 2026 anlaufen.

Während Jassy offenließ, ob dieser Termin bereits für Privatkunden oder zunächst nur für Unternehmen gelte, nannte er ambitionierte Leistungsdaten: Das System soll Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 1 Gbit/s ermöglichen. Damit würde Amazon die aktuelle Performance von Starlink, die meist zwischen 45 und 280 Mbit/s liegt, deutlich übertreffen. Jassy versprach zudem eine doppelt so gute Downlink-Performance im Vergleich zur Konkurrenz.

Fokus auf Unternehmen und AWS-Integration

Obwohl die breite Verfügbarkeit für Endverbraucher noch unklar ist, hat Amazon bereits namhafte Partner gewonnen. Fluggesellschaften wie Delta und Jetblue wollen Amazon Leo für das In-Flight-Wi-Fi nutzen. Auch AT&T, Vodafone und die Nasa gehören zum Kundenkreis. Ein zentraler Vorteil gegenüber dem Konkurrenten Starlink soll laut Jassy die native Integration in Amazon Web Services (AWS) sein. Unternehmen könnten ihre Daten für Analysen und KI-Anwendungen so direkt via Satellit in die Cloud übertragen. Zudem verspricht Amazon eine deutlich höhere Uplink-Leistung – angeblich das Sechs- bis Achtfache der aktuellen Konkurrenz.

Rückstand beim Satellitenausbau

Trotz der technischen Versprechen hinkt Amazon beim Aufbau der Konstellation hinterher. Derzeit befinden sich lediglich rund 240 Satelliten im Orbit. Zum Vergleich: SpaceX betreibt für Starlink bereits mehr als 10.000 aktive Satelliten. Aufgrund von Verzögerungen beantragte Amazon bei der US-Fernmeldebehörde FCC bereits eine Fristverlängerung. Ursprünglich sollten bis Juli 2026 rund 1.600 Satelliten im All sein; Amazon geht aktuell davon aus, bis dahin nur etwa 700 Einheiten in den Orbit bringen zu können. Um das Tempo zu erhöhen, buchte das Unternehmen Kapazitäten bei verschiedenen Raketenbetreibern, darunter beim Konkurrenten SpaceX.


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