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Starlink: FCC erlaubt SpaceX niedrigere Satelliten-Orbits

Gegen den Widerstand von Amazon und Oneweb darf SpaceX knapp 3.000 Starlink - Satelliten niedriger um die Erde kreisen lassen als geplant.
/ Werner Pluta
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Satellitenkonstellation (Symbolbild): Frequenzstörungen und Kollisionen (Bild: NOIRLab/NSF/AURA/P. Marenfeld)
Satellitenkonstellation (Symbolbild): Frequenzstörungen und Kollisionen Bild: NOIRLab/NSF/AURA/P. Marenfeld

Niedrigerer Orbit genehmigt: SpaceX darf knapp 3.000 Starlink-Satelliten in einem niedrigeren Orbit betreiben als geplant. Die entsprechende Erlaubnis hat die US-Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) dem US-Raumfahrtunternehmen erteilt – gegen den Widerstand von Konkurrenten und Wissenschaftlern.

SpaceX hatte bei der FCC beantragt, dass die nächsten 2.814 Satelliten in einer niedrigeren Umlaufbahn kreisen sollen. Geplant war ein Orbit in 1.100 bis 1.200 Kilometern Höhe. Stattdessen will SpaceX sie in einer Höhe zwischen 540 und 570 Kilometern betreiben – ebenso wie die ersten 1.584 Starlink-Satelliten. Dem hat die FCC stattgegeben(öffnet im neuen Fenster) (PDF).

Mehrere Konkurrenten wollten das Vorhaben von SpaceX verhindern, darunter Erzkonkurrent Amazon , der eine eigene Konstellation aus Internetsatelliten aufbaut .

Konkurrenten befürchten Störungen

Sie befürchten Frequenzstörungen und ein erhöhtes Risiko von Satellitenkollisionen. Oneweb hatte kürzlich eine potenziell gefährliche Annäherung eines eigenen und eines Starlink-Satelliten gemeldet .

Einspruch hatte auch die wissenschaftliche Gesellschaft American Astronomical Society (AAS) erhoben. Sie ist besorgt, dass ihre Beobachtungen durch die Satelliten beeinträchtigt werden. Die FCC argumentierte hingegen, dass die niedriger kreisenden Satelliten weniger störend seien. Außerdem stattet SpaceX die Satelliten mit einer Art Sonnenschirm aus, der Reflexionen von Sonnenlicht verhindern soll.

Satelliten-Internet Starlink ausprobiert
Satelliten-Internet Starlink ausprobiert (02:49)

SpaceX hat bisher rund 1.300 Starlink-Satelliten in den Orbit gebracht. Die nächsten 60 sind bereits startbereit. Der Dienst ist seit kurzem verfügbar. Golem.de hat das Satelliteninternet bereits getestet und war mit den Übertragungsraten durchaus zufrieden. Auch die Einrichtung war einfach.

Allerdings ist Starlink recht teuer: Der Dienst kostet 99 US-Dollar im Monat. Die Hardware schlägt einmalig mit 499 US-Dollar zu Buche. Das Satelliteninternet eignet sich vor allem für Orte, die noch gar nicht oder nur mit Kupfer erschlossen sind oder an denen es kein LTE gibt.


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