Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Starlink-Alternativen: Laserkommunikation und KI für Satellitennetzwerke

Neben Radiowellen und 5G aus dem Orbit soll die optische Übertragung zukünftig zur Kommunikation genutzt werden. Maximale Präzision ist dafür nötig.
/ Mario Petzold
Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Im niedrigen Erdorbit wurden die Satelliten ausgesetzt. (Bild: SpaceX)
Im niedrigen Erdorbit wurden die Satelliten ausgesetzt. Bild: SpaceX

Während die Anzahl der Kommunikationssatelliten immer schneller ansteigt und damit vermehrt Schwierigkeiten wie spontane Ausfälle oder Beinahe-Kollisionen zu beobachten sind, testet die Esa(öffnet im neuen Fenster) in sieben gleichzeitig gestarteten Missionen neue Möglichkeiten der Datenübertragung. Dafür wurden am 30. März 2026 acht kleine Satelliten und eine KI-Recheneinheit in den Orbit transportiert.

Untersucht werden verschiedene Arten der Laserkommunikation, die als ergänzende Methode zur bestehenden Datenübertragung etabliert werden sollen. Die Kommunikation via Laserstrahl gilt als sicher und bietet eine hohe Bandbreite. Auch der Energieaufwand könnte dadurch sinken, so dass die Technik schlussendlich preiswerter sein könnte als die derzeit genutzte Übertragung.

Bestehende und neue Kommunikationswege

Erprobt wird die Verbindung zwischen verschiedenen Satelliten und mit Bodenstationen. Als besondere Herausforderung gilt unter anderem die Kommunikation zwischen Satelliten auf sich kreuzenden Bahnen.

Eingesetzt wird beispielsweise ein Laserkommunikationsgerät von Tesat aus der Nähe von Stuttgart. Es kann Daten zwischen Satelliten und zur Erde übertragen. Ebenfalls untersucht werden stabile 5G-Verbindungen für Internet-of-Things-Anwendungen per Satellitenverbindung.

Drei der Satelliten testen zudem, wie genau sich die Optiken ausrichten lassen, um die stabile und schnelle Kommunikation mit Bodenstationen zu ermöglichen. Eine hochauflösende Kamera liefert dafür große Datenmengen, um die Fähigkeiten der Kommunikationsmodule zu zeigen. Nebenbei sollen die Informationen für die Landwirtschaft eingesetzt werden.

Datenverarbeitung im Orbit

Ebenfalls in den Weltraum befördert wurde eine kompakte Datenverarbeitungseinheit des belgischen Unternehmens EDGX. Sie soll es, natürlich mithilfe künstlicher Intelligenz, ermöglichen, Daten bereits im Orbit zu verarbeiten.

Es soll untersucht werden, wie gut rechenintensive Aufgaben bei begrenzter Stromversorgung ausgeführt werden können. Ziel ist es, durch die direkte Verarbeitung an Bord des Satelliten die nötige Datenübertragung zur Erde zu minimieren.


Relevante Themen