Starkey Livio AI: KI-Hörgerät ist Übersetzer und Fitness-Tracker

Was hat das Gegenüber gerade gesagt? Das Hörgerät Livio AI macht es wahrnehmbar - in doppelter Hinsicht: Es verstärkt das gesprochene Wort und übersetzt mit Hilfe einer App auf dem Smartphone das Fremdsprachliche.

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Hörgerät Livio AI: Es geht um Gehörgewinn.
Hörgerät Livio AI: Es geht um Gehörgewinn. (Bild: Starkey)

In Douglas Adams' Romanzyklus Per Anhalter durch die Galaxis steckt Ford Prefect seinem Freund Arthur Dent ein kleines Tier ins Ohr, das über eine erstaunliche Fähigkeit verfügt: Der Babelfisch ernährt sich von Gehirnwellen und scheidet deren Bedeutung als telepathische Energie direkt ins Gehirn des Trägers aus. Der versteht dadurch jede gesprochene Sprache im ganzen Universum. Ganz so viel Sprachen beherrscht das neue Hörgerät des US-Unternehmens Starkey nicht. Es übersetzt in immerhin 27 Sprachen.

Starkey hat das Hörgerät Livio AI mit einem Künstlichen-Intelligenz-System (KI) ausgestattet, das das Hörgerät steuert. Es regelt die Mikrofone so, dass der Träger in einer bestimmten Situation optimal hört, etwa bei einem Gespräch in einer lauten Umgebung oder in einem Konzert. Um das zu ermöglichen, kommunizieren die beiden Hörgeräte drahtlos miteinander.

Das Hörgerät verfügt über WLAN. Das ermöglicht es, von Fernsehen, Smartphone oder Computer direkt auf das Gerät zu streamen. Außerdem kann es als drahtloses Headset zum Telefonieren genutzt werden.

In Kombination mit einer Smartphone-App wird das Hörgerät zu einem Übersetzungssystem: Unterhält sich der Träger mit einem Fremdsprachler, übersetzt die App dessen Worte und gibt sie in der eigenen Sprache über das Hörgerät aus. Sagt der Träger etwas, übersetzt das System und zeigt das Gesagte auf dem Bildschirm des Smartphones an.

Starkey hat das Hörgerät zudem mit Sensoren ausgestattet, darunter Trägheitssensoren, so dass Livio AI gleichzeitig auch ein Fitness-Tracker und ein System zur Gesundheitsüberwachung ist. Dazu arbeitet Livio AI auch mit den Apps Apple Health und Google Fit zusammen.

Geplant ist schließlich, eine Funktion zu integrieren, die Alarm schlägt, wenn der Träger fällt: Detektieren die Sensoren, dass ein Livio AI tragender Senior hingefallen ist, schickt das Hörgerät eine Textnachricht an zuvor definierte Notfallkontakte.

Ziel von Starkey ist es, das Hörgerät mehr als Lifestyle- denn als Gesundheitsprodukt zu positionieren. "Wir wollen Hörgeräte cool machen", sagte Starkey-Chef Brandon Sawalich dem US-Wissenschaftsmagazin IEEE Spectrum."Es geht nicht um Gehörverlust, sondern um Gehörgewinn."

Starkey will Livio AI zunächst in Kanada und den USA auf den Markt bringen. Im kommenden Jahr soll das Hörgerät in 20 weiteren Ländern erhältlich sein. Über den Preis macht der Hersteller keine Angaben.

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GernotH 06. Sep 2018

Das ist kompletter Unsinn. Die Ursache liegt ganz woanders. Für einige Funktionen mu...

elf 30. Aug 2018

Das Mikrofon (genauer: 4 Mikrofone bei 2 Hörgeräten) sind um Welten besser als die der...

elf 29. Aug 2018

Ganz sicher kein WLAN. Das verbraucht vieeeel zu viel Sttom. Kann dem Autor schon mal...



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