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Starfleet Academy: Die Balance zwischen neuem Publikum und Trekkies

Alex Kurtzman erklärt, was Nus Braka über unsere Zeit aussagt und welcher Balanceakt es ist, für ein neues Publikum zu schreiben, ohne alte Fans zu vergessen.
/ Peter Osteried
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Die Kadetten der Starfleet Academy (Bild: Paramount)
Die Kadetten der Starfleet Academy Bild: Paramount

Die auf Star-Trek-News spezialisierte US-amerikanische Webseite Trekmovie(öffnet im neuen Fenster) hat mit Alex Kurtzman und Noga Landau, den Showrunnern von Star Trek: Starfleet Academy, über die Schwierigkeit gesprochen, ein neues Publikum zu finden, aber gleichzeitig die alten Fans abzuholen.

Roddenberrys Optimismus

Mit Star Trek: Starfleet Academy will das Franchise gezielt eine jüngere Generation ansprechen, ohne dabei langjährige Fans zu verlieren. Showrunner Alex Kurtzman erläuterte in einem Interview, dass der Antagonist Nus Braka bewusst als Spiegel der gegenwärtigen Weltlage angelegt sei.

Er führte aus, Nus stehe sinnbildlich für eine globale Welle der Spaltung, die durch mangelnde Bereitschaft zur Differenzierung und zum Verständnis anderer Perspektiven geprägt sei. Genau diese Haltung bilde den Gegenpol zu dem Optimismus, den Gene Roddenberry einst als Kern von Star Trek definiert habe.

Kurtzman betonte weiter, dass Star Trek traditionell als Spiegel seiner Zeit fungiere. Besonders aus der Perspektive eines Elternteils sehe er, mit welchen Unsicherheiten die heutige junge Generation konfrontiert sei. Anders als frühere Generationen betrachte sie die Zukunft nicht mehr als Selbstverständlichkeit.

Gleichzeitig nehme er aber eine bemerkenswerte Mischung aus Realismus und jugendlichem Optimismus wahr. Gerade diese Kombination mache ihm Hoffnung, denn sie gebe jungen Menschen die Fähigkeit, Veränderungen aktiv anzugehen – ein zentrales Motiv von Star Trek.

Ziel der Serie ist es laut Kurtzman, sowohl die besten als auch die problematischsten Seiten der Menschheit zu zeigen und letztlich den Weg zurück zu einer Zukunft aufzuzeigen, in der gesellschaftliche Spaltung überwunden wird. Nus Braka sei genau vor diesem Hintergrund als bewusster Gegenentwurf zur klassischen Star-Trek-Hoffnung konzipiert worden.

Alte Hasen und neue Fans

Ko-Showrunnerin Noga Landau ergänzte, dass bereits im Autorenraum die Balance zwischen neuem Publikum und eingefleischten Trekkies gefunden werden müsse. Dort träfen lebenslange Fans auf Autorinnen und Autoren, die erst kürzlich zum Franchise gefunden hätten. Diese Mischung sorge dafür, dass sowohl Neulinge als auch Kenner abgeholt würden.


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