Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Eine Folge, die Trekkies zu Tränen rührt

Die von Kristen Beyer und Tawny Newsome geschriebene Episode(öffnet im neuen Fenster) verbindet das Alte mit dem Neuen – und das auf eine Art, die fast jeden abholen dürfte.

Wer Star Trek: Deep Space Nine nicht kennt, erlebt hier eine tolle Charakterepisode mit einer der amüsantesten Figuren der Serie; wer die alte Serie kennt, wird emotional mitgerissen – einschließlich eines unerwarteten Gastauftritts, der Verwendung der DS9-Musik sowie einer neuen Figur, die direkt auf Star Trek: Deep Space Nine zurückgeht und von Tawny Newsome selbst gespielt wird.

Captain und Doktor

Im Mittelpunkt der Serie stehen die Kadetten. Nicht weniger wichtig ist aber Captain Nahla Ake, die von Holly Hunter unglaublich liebenswert und schräg gespielt wird. Diese Captain ist unangepasst, das sieht man schon daran, wie sie sich hinsetzt, ob auf dem Captain's Chair oder anderswo. Normal sitzen können andere, aber nicht Nahla Ake. Mit Holly Hunter ist die Figur auch genial besetzt.

Großartig ist auch Gina Yashere als Ausbilderin. Sie ist ein Jem'Hadar-Klingonen-Hybrid, der gar nicht merkt, wie witzig er eigentlich sein kann. Lura Thok ist in allem, was sie tut, ernsthaft – aber genau diese Ernsthaftigkeit sorgt für den Humor.

Überhaupt der Humor: Davon gibt es viel in der Serie, er wirkt aber nie aufgesetzt oder lässt die Serie zur Komödie werden. Er ist natürlich und ergibt sich aus der Situation – wie im echten Leben. Für Humor ist auch Tig Notaro zuständig, die wieder ihre Figur Jett Reno aus Star Trek: Discovery spielt.

Eine Verbindung zur Vergangenheit stellt auch der Doktor dar. Robert Picardo spielt wieder das Hologramm aus Star Trek: Voyager – nur 800 Jahre älter, ein wenig weiser und nicht mehr als medizinisches Notfallhologramm, sondern als Lehrer an der Akademie. Er hat einige der schönsten Szenen der Serie.

Die Zukunft

Mit Star Trek: Starfleet Academy ist es Schöpferin Gaia Violo und den Showrunnern Alex Kurtzman und Noga Landau gelungen, dem Franchise eine Frischzellenkur zu verpassen, ohne zu vergessen, woher es kommt.

Die neue Serie lebt den Roddenberry-Gedanken der unendlichen Mannigfaltigkeit in unendlicher Kombination. Das sieht man auch an den vielen Kadetten, die nicht menschlich sind; und nicht wenige sind Nachkommen gleich zweier Spezies.

Vor allem aber lebt die Serie von einem Gefühl, das Star Trek immer ausmachte: Optimismus und Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Wer sich hier nicht abgeholt fühlt, der muss sich zumindest die Frage stellen lassen, ob er Star Trek jemals geliebt, geschweige denn verstanden hat.


Relevante Themen