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Starcraft 2: Blizzard lästert über Pay-to-Win in Star Wars Battlefront 2

Der bislang kostenpflichtige erste Teil von Starcraft 2 ist jetzt als Free-to-Play-Angebot erhältlich – und Blizzard bewirbt das mit Seitenhieben gegen Star Wars Battlefront 2 . Nicht die ganze Community findet das so lustig, wie es vermutlich gemeint ist.
/ Peter Steinlechner
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Szene aus der Kampagne von Star Wars Battlefront 2 (Bild: Bild: Electronic Arts/Screenhot: Golem.de)
Szene aus der Kampagne von Star Wars Battlefront 2 Bild: Bild: Electronic Arts/Screenhot: Golem.de

Parallel zur Veröffentlichung der Free-to-Play-Version von Starcraft 2: Wings of Liberty hat Blizzard auf Twitter mit Seitenhieben gegen Star Wars Battlefront 2 für Diskussionen in der Community gesorgt. Blizzard schreibt etwa: " Anzahl der Pay-to-Win-Mechaniken in Starcraft 2: O(öffnet im neuen Fenster) " oder " Anzahl der Stunden, bevor du einen Koop-Kommandanten in Starcraft 2 spielen kannst: 0(öffnet im neuen Fenster) " .

Star Wars Battlefront 2 – Test
Star Wars Battlefront 2 – Test (03:12)

Der Name von Battlefront 2 taucht in den Beiträgen zwar nirgends auf, aber wer die Spielebranche derzeit beobachtet, dürfte sofort verstehen, dass Blizzard über das wegen seiner Mikrotransaktionen umstrittene Star-Wars-Spiel spottet. Die Community reagiert mit Antworten auf Twitter und in Foren amüsiert auf die Kampagne – aber es gibt auch kritische Kommentare.

Einige Spieler weisen etwa darauf hin, dass Blizzard mit dem Sammelkartenspiel Hearthstone selbst ein Spiel mit ihrer Auffassung nach starken Pay-to-Win-Elementen im Angebot habe oder dass das 2007 veröffentlichte Wings of Liberty jahrelang als nicht gerade günstiges Kaufspiel vermarktet wurde und erst jetzt kostenlos ist.

Außerdem ist oft zu lesen, dass gerade Blizzard in Overwatch maßgeblich dazu beigetragen habe, Mikrotransaktionen in Vollpreisspielen salonfähig zu machen. Allerdings muss man fairerweise hinzufügen, dass die kaufbaren Extras dort nur kosmetischer Art sind, also lediglich das Aussehen der Figuren beeinflussen, aber keine Auswirkungen auf die Spielstärke haben.

Inzwischen hat sich im Gespräch mit Analysten auch Blake Jorgensen, der Finanzchef von Electronic Arts, zu der Kontroverse um Battlefront 2 geäußert. Er rät den Nutzern laut einem Bericht auf Gamespot.com(öffnet im neuen Fenster) zur Geduld, bis sein Team akzeptable Preise etwa für das Freischalten von Heldencharakteren gefunden hat – ein Kommentar, der eigentlich gleich für den nächsten Shitstorm gut ist, schließlich wollen viele Spieler erstens gar keine kaufbaren Helden in einem Vollpreisspiel, und zweitens hätte sich EA über die Preise schon früher Gedanken machen müssen.

Battlefield 4 – Test
Battlefield 4 – Test (02:41)

"Die Spieler sollten verstehen, dass wir der Community sehr genau zuhören und die Games immer wieder überarbeiten, um sie besser zu machen" , so Jorgensen. Er fügt hinzu, dass er sehr bedauert, dass Battlefield 4 (2013) nicht schon ein ähnliches Geschäftsmodell verwendet habe. Der Actiontitel sei trotz seines Alters immer in den Top 10 der am meisten gespielten EA-Titel gewesen und man hätte mit einer "Live Service"-Komponente noch viel mehr Geld damit verdienen können.


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