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Aufwendige virtuelle Umgebungen

Man experimentierte mit virtuellen Umgebungen. Dafür wurde die Postproduktionsfirma Stargate Studios angeheuert, die das Testmaterial produzierte, das Jahre später online viral ging.

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Es zeigt einen Rebellen, der vor einigen Sturmtrupplern flieht – in einem Blade-Runner-artigen Setting voller Außerirdischer und Droiden. Das Material ist nur fünf Minuten lang, danach gibt es einen Einblick in die Entwicklung dieser Szene. Das Bemerkenswerte daran: Nur die Hauptfiguren und die Props und Sets, die sie wirklich berühren, existierten. Der Rest wurde mit dem Computer gemacht.

Im Grunde wurde hier bereits experimentiert, was später The Mandalorian und andere Star-Wars-Serien umsetzten, nur dass es in den zehn Jahren dazwischen große Fortschritte gab. Die virtuellen Sets machten den Unterschied. Sie hätten Star Wars: Underworld kontrollierbar umsetzbar gemacht. Aber Stagecraft gab es damals noch nicht.

Der Vanity Fair erzählte der CEO von Stargate Studios: "Die kreative Richtung war, den Film dunkler und düsterer als den Originalfilm zu gestalten und ausschließlich virtuelle Sets zu verwenden. Wir haben alles in Echtzeit auf einem Greenscreen-Set zusammengesetzt. Der Star-Wars-Fanclub tauchte als Sturmtruppler auf und Lucasfilm stellte uns die gesamte Garderobe zur Verfügung und gab uns die Freiheit, alles zu kreieren, was wir wollten, um die Produktionstechnik zu beweisen."

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Innerhalb von zwei Tagen wurde dieses Testmaterial gedreht. Die Dialoge kamen erst später hinzu und wurden von Skywalker Sound eingefügt. Auch die Musik und die Soundeffekte kamen von Skywalker Sound, das auf ein großes Audioarchiv zurückgreifen konnte.

Das Testmaterial sieht auch heute noch großartig aus, aber damals war es schlicht zu zeitaufwendig, die Technik auf eine wöchentlich laufende Serie (mit damals üblichen 22 Folgen pro Jahr) umzulegen.

Worum wäre es gegangen?

Darüber, was George Lucas in der Serie erzählen wollte, ist nicht allzu viel bekannt. Ron Moore verglich die Show mit Die Sopranos. Der Titel legt auch nahe, dass es um das organisierte Verbrechen gegangen wäre. Zeitlich sollte die Serie nach Episode III spielen – und zwar zu guten Teilen auf Coruscant, wo das Imperium seinen Hauptsitz hat.

Coruscant ist eine gigantische Stadt mit vielen Ebenen – oben leben die Mächtigen und die Reichen, je tiefer man kommt, desto mehr begegnet man den Arbeitern, den Armen, den Verzweifelten und den Gaunern. Es ist die Unterwelt.

Der Imperator sollte praktisch kaum vorkommen, Darth Vader nur punktuell, vielmehr sollte es um das Leben unter der Knute des Imperiums gehen. Etwa 50 Drehbücher wurden für die Serie geschrieben.

  1. Teils für andere Serien ausgeschlachtet
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