Dialoge bei The Mandalorian aus einer anderen Galaxie

Neben dem besseren Storytelling fällt mir auch die deutlich bessere Dialogregie bei The Mandalorian auf. Grundsätzlich sagen die Charaktere in der Star-Wars-Serie weniger - dafür hat das, was gesprochen wird, weitaus mehr Gewicht und ist viel besser in Szene gesetzt. Alleine die zahllosen Unterhaltungen zwischen Din Djarin und Grogu, die im Grunde Monologe waren, sind mir wesentlich besser im Gedächtnis geblieben als die unzähligen gefühlsschwangeren Diskussionen zwischen den Besatzungsmitgliedern der Discovery.

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Auch bei der Qualität der Dialoge trennen die Serien Welten: Die Gespräche in The Mandalorian sind auf den Punkt, haben einen guten Humor und können auch Gefühle transportieren - und das in angemessener Dosis, anders als in der dritten Staffel von Discovery. Dort schütten die Crewmitglieder in gefühlt jeder Folge ihr Herz aus, die Dialoge erscheinen mir zudem oft sinnentlehrt.

Im Grunde eignet sich ein Vergleich aus der Musik gut, um die Dialogsituation zu beschreiben. The Mandalorian ist wie ein Gitarrensolo eines langsamen Blues, bei dem es nicht auf die Zahl der Noten ankommt, sondern darauf, wie diese intoniert werden. Discovery entspricht eher dem Gitarrensolo eines Hair-Metal-Songs aus den 1980er Jahren: Viel hilft viel. Viel hilft aber auch nur dann viel, wenn es auch viel Gutes ist.

Für eine Handvoll imperialer Credits

Auch die Kameraarbeit gefällt mir bei The Mandalorian weitaus besser: Epische Schwenks, große Totalen und Nahaufnahmen haben für meinen Geschmack eine gute Mischung. Bei Discovery setzen die Macher auf eine vermeintlich modernere Kameraführung mit Kamerafahrten und schnellen Schnitten, die die Hektik der Handlung aber nur noch verstärken.

The Mandalorian erinnert mich stark an einen gut gemachten Western - und das ist für mich als Fan des Genres durchaus ein Kompliment. Die Macher der Serie haben die passenden Elemente für ihre Geschichte verwendet: lange Schwenks, Schusswechsel, Fahrten/Ritte durch staubige Wüsten und generell der Kampf Good Guy gegen Bad Guy. Das mag einfach sein, hat aber eine viel stärkere Wirkung als das Durcheinander bei Discovery. Dort haben die Macher erst in den letzten Folgen das Konzept des Bösewichts konsequent ausgearbeitet - und prompt wurden die Folgen spannender.

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Eins zu eins kopieren sollen die Produzenten von Discovery das Konzept von The Mandalorian nicht, das wäre zu offensichtlich. Vielmehr sollten die Macher der Serie an der Qualität von Dialogen, Bildregie und Storytelling arbeiten. The Mandalorian ist ein gutes Beispiel für eine Geschichtenerzählung, die zwar auf traditionellen und bewährten Mitteln basiert, dabei aber eine sehr packende Geschichte erzählt - und dadurch letztlich moderner wirkt als Discovery.

IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach)

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 Star Wars und Star Trek: Was The Mandalorian besser macht als Discovery
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thrust26 20. Jan 2021

Ich glaube das Storytelling ist so schlecht, weil der Serie jede Idee für eine Story...

Freiheit statt... 20. Jan 2021

An StarTrek habe ich natürlich prinzipiell höhere Ansprüche als an StarWars, daher ist...

Achranon 20. Jan 2021

die in Star Trek Discovery und auch anderen Netflix und Amazon Prime Serien überpräsente...

wasdeeh 19. Jan 2021

Und Sulu weint in der Ecke...

wasdeeh 19. Jan 2021

Ist halt bitter - weil Paul Greengrass einer der wenigen ist, der die Technik auch...


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