Es war einmal vor langer Zeit ...

... in einer weit, weit entfernten Galaxis - zumindest an diesem einen gewohnten Satz zum Einstieg hat sich nichts geändert. Dabei hat Rogue One gar nichts Märchenhaftes mehr an sich. Jedi-Ritter, die Kräfte der Macht, Monster in dunklen Gruben - all das spielt beim ersten großen Gegenschlag der Rebellion gegen das Imperium in der Zeitspanne zwischen Episode III und IV keine wesentliche Rolle. Auch ist die Stimmung bedrückender, alles wirkt etwas dreckiger und härter, als wir es von Star Wars gewohnt sind. Was nicht heißt, dass sich die Drehbuchautoren ihre Handlung nicht wieder aus altbekannten Star-Wars-Szenen zusammengebastelt hätten.

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Um nur ein wiederkehrendes Element zu nennen, das keinen großen Handlungs-Spoiler darstellt: Ein Kind, von seinen Eltern getrennt, im Verborgenen aufgewachsen, wird später die größte Hoffnung für den Widerstand? Kommt uns bekannt vor. Die neue Hauptfigur Jyn Erso erinnert nicht nur durch ihre Vorgeschichte an Rey aus Das Erwachen der Macht, die ihrerseits ja schon eine weibliche Variante des jungen Luke Skywalker darstellte.

Genau wie Rey ist Jyn eine geradezu makellose, von vornherein charakterstarke Filmfigur. Wenn überhaupt, muss sie nur physische Hürden überwinden, was ihr meist mit viel Glück und Leichtigkeit gelingt. Im Prinzip ist sie schon in ihrer ersten Szene als Kind nicht spürbar anders als ganz zum Schluss des Films und das kann man ähnlich von all den anderen Figuren um sie herum sagen. Trotz teils beachtlicher Zeitspannen, die zwischen ihren Auftritten liegen, scheint sich nur Jyn zudem überhaupt äußerlich zu verändern.

Star Wars ist und bleibt in erster Linie Unterhaltungskino, darum wollen wir bei solchen Details nicht überkritisch sein. Ein paar Atmosphärepunkte kostet es dennoch und Charakterentwicklung wäre ein tolles Plus gewesen.

Fans der alten Raumschiffmodelle werden nostalgisch

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Diese verpassten Punkte holt sich Regisseur Gareth Edwards aber spielend mit der visuellen Gestaltung von Rogue One zurück. Wie schon bei seinem Godzilla-Remake schafft er es, der Vorlage optisch treu zu bleiben und sie gleichzeitig mit heutiger Technik viel realistischer auf die Leinwand zu bringen, als es früher je möglich war. Dabei gelingt ihm mit den Weltraumsequenzen von Roque One sogar das Kunststück, das typische Aussehen der in Episode IV bis VI verwendeten Modellbauten in computergenerierter Form nachzuahmen.

Hierzu haben die Effektkünstler von Industrial Light & Magic besonders viel Augenmerk auf die charakteristische Beleuchtung der damaligen Tricktechnik gelegt und diese digital eindrucksvoll nachgeahmt. Wenn zu viele X-Wings und Tie-Fighter gleichzeitig durchs Bild sausen und die Kamera dynamisch hinterher fliegt, verliert sich der authentische Effekt zuweilen. Im Großteil der ruhigen Aufnahmen von kilometerlangen Sternzerstörern und dem bedrohlich vor sich hin treibenden Todesstern fühlt sich das Fanherz dagegen in sein geliebtes Universum versetzt, als wären die Modelle von früher echt geworden.

Auch detailgetreu nachgebaute Kulissen wie die Abschussanlage des Todessternlasers von innen oder der einsame Ausguckturm auf Yavin 4 sind im positiven Sinne Nostalgie pur.

Der weite Blick hoch zum AT-AT

Einen ähnlichen Wow-Effekt erzielen die gewaltigen AT-AT-Walker, die im Kino bisher nur in Das Imperium Schlägt Zurück ihren großen Auftritt hatten. Aus Perspektive eines normalen Soldaten zu solch einem Ungetüm hinauf zu blicken, das jetzt um einiges realer und größer wirkt als noch in Episode V aus dem Jahr 1980, ist ein intensives Erlebnis. Angesichts der dünnen Handlung hätten wir uns solche Szenen ruhig noch häufiger gewünscht, immerhin sind diese aber dann auch stets sehr effektiv und begeistern mit eindrucksvollen Szenerien. Besonders der finale Großkampf, der mit starken Parallelen zu Episode VI sowohl am Boden als auch im Weltraum stattfindet, lohnt sich als visueller Höhepunkt nicht nur für eingefleischte Fans des Sternenkriegs.

Weniger gelungen ist dagegen der Versuch, ein offenbar komplett CGI-generiertes Ebenbild von Grand Moff Tarkin einzusetzen. Die digitale Auferstehung des verstorbenen Schauspielers Peter Cushing sticht zwischen all den realen Menschen im Bild puppenartig hervor. Das eigentlich angsteinflößende Auftreten des Todesstern-Befehlshabers wirkt dadurch sogar manchmal unfreiwillig komisch. In anderen Fällen bleibt der Film dem Ansatz von J.J. Abrams' Episode VII treu, wo es nur geht, auf praktische Effekte, Stuntleute und echte Sets zu setzen.

Explosionen, umherfliegende Sturmtruppen, Alienmasken, Raumschiff-Cockpits und Planetenlandschaften sind - wo immer möglich - real gedreht und am Computer nur um digitale Elemente erweitert worden. Ein heutzutage längst nicht mehr selbstverständlicher Ansatz, der sich erneut darin auszahlt, das künstliche Gesamtbild der unbeliebten Prequel-Trilogie zu vermeiden.

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 Star Wars Rogue One: Schluss mit WeltraummärchenStory mit wenig Geschichte 
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Keridalspidialose 28. Dez 2016

Ok, der erste Film abseits der Trilogien... und das ist die beste Story und die besten...

Bleistiftspitze 23. Dez 2016

Wiederholungen: 1. Wiederholungen machen eine Geschichte nicht interessanter, das gilt...

leed 22. Dez 2016

Das Hauptmanko der bisherigen Filme war für mich immer, dass man hier auf Kosten des...

leed 22. Dez 2016

Nach vielen Ängsten bin ich sehr positiv überrascht von Disney's Produktionen. George...



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