Star Wars Phantom Edit: 20 Minuten kürzer, aber um Längen besser

Nicht alle waren mit Star Wars: Episode I zufrieden. Und so produzierte der Phantom Editor vor fast 20 Jahren eine alternative Schnittfassung des Films.

Artikel von Peter Osteried veröffentlicht am
Jar Jar Binks herausschneiden - das wollten viele Fans. Einer hat es zumindest teilweise getan.
Jar Jar Binks herausschneiden - das wollten viele Fans. Einer hat es zumindest teilweise getan. (Bild: David McNew/Getty Images)

Inhalt:
  1. Star Wars Phantom Edit: 20 Minuten kürzer, aber um Längen besser
  2. Auch einige Anakin-Szenen wurden herausgeschnitten

Nach dem langen Warten auf den neuesten Star-Wars-Film waren einige Fans wie ich selbst vom Endprodukt aufs Bitterste enttäuscht.

Als jemand, der der "George-Lucas-Generation" angehört, nahm ich eine stinknormale VHS-Kassette von "The Phantom Menace", schnitt sie um und machte sie so zu etwas, von dem ich glaube, dass es - von überflüssigem Ballast, nutzlosen Aktionen und Dialogen des kleinen Anakin sowie nicht zuletzt einer Übermenge an Jar Jar Binks befreit - ein viel stärkerer Film ist.

Ich schuf diese Version, um einer großen Gruppe von Star Wars-Fans, die mit der jetzigen Fassung von "The Phantom Menace" unzufrieden sind, neue Hoffnung zu schenken.

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Für Mr. Lucas und all jene, denen der Neuschnitt missfällt, tut es mir leid.

Dieser Text scrollt in typischer Star-Wars-Manier über den Bildschirm, wenn man sich aufmacht, Episode I.I anzusehen. Die Vorlage, Episode I, war jener Star-Wars-Film, auf den Fans damals mehr als 15 Jahre gewartet hatten und von dem viele Zuschauer und Kritiker enttäuscht waren.

Mit Star Wars: Episode I.I: The Phantom Edit erlebte er eine inoffizielle Neuauflage. Sie war nicht George Lucas zu verdanken, sondern einem findigen Fan, der Die dunkle Bedrohung auf bestmögliche Art retten wollte.

Leicht war dieses Unterfangen sicher nicht, doch das Ergebnis spricht für sich: Die neue Version des Films, die Anfang 2001 auftauchte und langsam ihren Weg über übliche Internet- und Download-Kanäle zu den Fans fand, dauert inklusive Nachspann knapp über 114 Minuten. Damit ist sie etwa 20 Minuten kürzer als Lucas' Kinofassung.

Möglich wurde dies, weil der Phantom Editor, so nennt sich der Schnittmeister, der anonym bleiben möchte, zahlreiche Szenen straffte oder direkt entfernte. Das vielleicht beste Beispiel ist die Unterwasserreise von Qui-Gon, Obi-Wan und ihrem Fremdenführer Jar Jar Binks, die hier komplett fehlt. Die langwierige Flucht vor den riesigen Fischen war schließlich nur ein Zugeständnis an das junge Publikum. Für den Plot ist sie ohne Belang.

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Im Phantom Edit gibt es weniger Jar Jar

Ohnehin erwischte es die meisten Szenen mit Jar Jar Binks. Praktisch alle Momente, die bei erwachseneren Star-Wars-Fans im Kino Kopfschütteln auslösten. So wurde zum Beispiel die Szene am Esstisch mit Jar Jars flinker Zunge, die jedoch nicht so schnell ist wie die Hand von Qui-Gon, entfernt.

Der Gungan ist zwar weiterhin im Film, aber längst nicht mehr als das enervierende Energiebündel der Kinofassung. Das verändert Jar Jars Charakter: Er ist nicht mehr der Hampelmann vom Dienst, sondern trägt tatsächlich etwas zur Handlung bei und gewinnt an Bedeutung.

Beispielsweise glänzt er bei der Schlussschlacht zwischen den Gungans und der Droiden-Armee in der Kinoversion vor allem durch Inkompetenz. Im Phantom Edit ist er ein veritabler Kämpfer, der sich voll und ganz der guten Sache verschreibt.

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Auch einige Anakin-Szenen wurden herausgeschnitten 
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jimj 14. Dez 2020

Hi, wo kommt man denn in den Genuss besagter editierter Version? Vielleicht bin ich nur...

Clown 14. Dez 2020

Dann müsste ja quasi jeder, der auf Tattoine groß geworden ist, einen Sith schlagen...

 11. Dez 2020

gelöscht

Clown 11. Dez 2020

Ich kannte die Episodennummern schon nach dem erst Mal schauen. Zugegebenermaßen muss man...

dark_matter 11. Dez 2020

...jetzt muß das nur noch jemand mit den Filmen aus der Star Wars Disney Ära machen...



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