Auch einige Anakin-Szenen wurden herausgeschnitten

Ebenfalls geschnitten wurden einige Dialogteile mit Anakin, die ihn als Naivling dastehen ließen. Zum Beispiel, als er im Cockpit des Naboo Fighters sitzt und sieht, wie Amidala und die anderen von den Droideka attackiert werden.

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Während er im Phantom Edit sofort handelt, stellt er in der Kinofassung vorher noch lautstark fest, dass seine Freunde in Gefahr seien und er helfen müsse. Da sich das von selbst erklärt, konnte man sich diesen Dialogfetzen sparen.

Ohne diese und andere überflüssige Füllszenen läuft der Phantom Edit weit runder und schneller als die eigentliche, von Lucasfilm autorisierte Fassung - wobei man dem namenlosen Editor bescheinigen muss, dass er sein Handwerk wahrlich versteht.

Die Schnitte sind als solche nicht zu erkennen. Hätte man den Film nicht schon einmal gesehen, würde im Grunde gar nichts fehlen. Selbst bei der Musik wurde darauf geachtet, dass sie nicht plötzlich abgehackt ist.

George Lucas' Reaktion

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Nachdem sich der Phantom Edit in Film- und Fankreisen verbreitete und immer mehr Leute davon erfuhren, wurde auch George Lucas um einen Kommentar gebeten. Er meinte nur, dass "das Internet ein neues Medium ist, das es den Leuten erlaubt, Dinge wie diese zu machen. Ich habe den Film noch nicht gesehen, würde es aber gerne einmal."

Die Pressesprecherin für Lucasfilm, Jeanne Cole, ließ verlauten, dass die Firma streng gegen Copyrightverletzungen vorgehe, dass man jedoch nicht so weit gehen würde, einen Fan zu verfolgen, nur weil er eine eigene Fassung des Films erstellt habe - zumindest, solange nicht versuchte, mit dem Phantom Edit und somit mit Figuren und Ideen, die Lucasfilm gehören, Profit zu machen.

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Wer war der Phantom Editor?

Die Identität des Phantom Editors blieb nicht sehr lange geheim. Die Gerüchteküche brachte zunächst Kevin Smith (Chasing Amy, Dogma) damit in Verbindung. Smith, ein bekennender Star-Wars-Fan, der jeden seiner Filme mit Gags zur Saga spickt, war tatsächlich ein guter Verdächtiger - doch sein Publizist erklärte, dass sein Klient den Film zwar gesehen, aber keinerlei Beteiligung an seiner Entstehung gehabt habe.

Am 7. September 2001 wurde das Geheimnis enthüllt: Der Phantom Editor ist Mike J. Nichols, ein Independent-Filmemacher. Ein paar Jahre später machte er übrigens das Gleiche mit Episode II, dann getitelt Star Wars: Episode II.I - Attack of the Phantom.

Hier entfernte er 38 Minuten aus dem Film, übrig blieben noch gut 100 Minuten Laufzeit. Nichols begann damit einen Trend, der anhält: Inzwischen gibt es eine ganze Reihe verschiedener Schnittfassungen der neuen Star-Wars-Filme, darunter auch einen Megacut der Prequel-Trilogie von Schauspieler Topher Grace.

Der Phantom Edit ist ein interessantes Stück Film - ein gänzlich anderes Star Wars, das jeder Fan zumindest einmal gesehen haben sollte, um Vergleiche mit der offiziellen Fassung anstellen und sich eine eigene Meinung bilden zu können.

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 Star Wars Phantom Edit: 20 Minuten kürzer, aber um Längen besser
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jimj 14. Dez 2020

Hi, wo kommt man denn in den Genuss besagter editierter Version? Vielleicht bin ich nur...

Clown 14. Dez 2020

Dann müsste ja quasi jeder, der auf Tattoine groß geworden ist, einen Sith schlagen...

Mike LeBuchet 11. Dez 2020

Ein Publizist ist im Deutschen so ziemlich das Gegenteil eines US-amerikanischen publicist.

Clown 11. Dez 2020

Ich kannte die Episodennummern schon nach dem erst Mal schauen. Zugegebenermaßen muss man...

dark_matter 11. Dez 2020

...jetzt muß das nur noch jemand mit den Filmen aus der Star Wars Disney Ära machen...



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