Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Star Wars: Lucasfilm schließt das Clone-Wars-Animationsstudio

Vor 15 Jahren kam der vom ILM-Studio in Singapur umgesetzte Film Star Wars: The Clone Wars in die Kinos – jetzt ist Schluss.
/ Peter Osteried
1 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
ILM Singapore ergeht es wie den Jedi - Lucasfilm hat seine Order 66 ausgesprochen. (Bild: Lucasfilm)
ILM Singapore ergeht es wie den Jedi - Lucasfilm hat seine Order 66 ausgesprochen. Bild: Lucasfilm

Es ist die hässliche Ironie Hollywoods, dass die Nachricht über die Schließung des ILM-Studios in Singapur auf den Tag genau auf den Jahrestag des Debüts des ersten Projekts aus dem Haus fällt: dem Kinofilm Star Wars: The Clone Wars(öffnet im neuen Fenster) . Der Film sollte ursprünglich als die ersten Folgen der Fernsehserie gezeigt werden, George Lucas sah aber eine Möglichkeit, die Geschichte auszukoppeln und ins Kino zu bringen. Erfolg hatte er damit, allerdings finden nicht nur Fans, dass der Film gegenüber den späteren Staffeln qualitativ stark abfällt.

Nun also kommt das Ende einer Ära(öffnet im neuen Fenster) , denn Lucasfilm hat vermeldet, dass die Tochterfirma ILM Singapore nach 15 Jahren aufgelöst wird. Die Gründe sind ökonomischen Faktoren in der Industrie. Das liebe Geld also. Das VFX- und Animationsstudio wurde 2004 gegründet und zog 2013 ins so genannte Sandcrawler Building(öffnet im neuen Fenster) , das seinen Namen daher hat, dass es dem Fortbewegungsmittel der Jawas ähnelt.

Die Schließung des Studios betrifft 300 Angestellte. Lucasfilm vermeldete, dass man versuchen werde, ihnen Anstellungen in anderen Firmen des Konzerns zu vermitteln. Aber wie realistisch ist das schon? Zumindest sollten die Leute andernorts Arbeit finden, da VFX-Künstler angesichts immer mehr großer Film- und Fernsehprojekte verstärkt gebraucht werden.

ILM Singapore rekrutierte sehr viele aus Südostasien stammende Visual-Effects-Artists. Die erste Show, an der die Firma arbeitete, war Star Wars: The Clone Wars. Damals war das noch hochgradig experimentell, da hier eine bis dato im Fernsehen nicht gesehene CGI-Qualität geboten wurde. Aufgrund des Erfolgs erhielt die Firma immer weitere Aufträge und arbeitete bei zahlreichen Filmen an der Umsetzung der Effekte mit. Schon alleine bei der Clone-Wars-Serie konnte man sehen, wie sehr sich die Animation immer weiterentwickelte – die erste Staffel ist fast schon einfach animiert, wenn man sie mit späteren vergleicht.


Relevante Themen