Star Wars: Lucas hat Lucasfilm wegen Streaming-Konkurrenz verkauft
In Cannes hat George Lucas die Goldene Ehrenpalme für sein Lebenswerk erhalten. In einem Interview mit dem französischen Medium Brut(öffnet im neuen Fenster) erklärte er nun, was ihn dazu gebracht hat, 2012 seine Firma Lucasfilm an Disney zu verkaufen.
"Es war absehbar, dass es Probleme mit dem Kinovertrieb geben würde, auch wenn der Aufstieg der Streaming-Plattformen damals noch fast unmerklich war", sagte Lucas. Er sah die Filmindustrie am Anfang einer großen Transition und hatte das Gefühl, dass er sich selbst aus dem Spiel zurückziehen sollte.
Lucas erkannte also, dass Streaming mächtig werden und dass es das Filmgeschäft komplett auf den Kopf stellen würde. Zu der Zeit dachte er wohl vornehmlich an Star Wars und fürchtete die Probleme, die mit immer größeren Budgets einhergehen könnten.
Star Wars lebt
Der Verkauf bedeutete auch das Ende von George Lucas' Beteiligung an Star Wars. Seit seinem Rückzug vom Franchise blühte es aber tatsächlich auf. Nicht jedes Star-Wars-Projekt gefiel den Fans, aber Disney arbeitete in den vergangenen zehn Jahren aktiv daran gearbeitet, das Franchise größer denn je zu machen: zuerst mit der Sequel-Trilogie, deren erster Teil mehr als zwei Milliarden US-Dollar einspielte, dann mit zwei Spin-off-Filmen und schließlich mit der Fokussierung auf den eigenen Streaming-Dienst Disney+, wo mit The Mandalorian die erste Live-Action-Serie kam.
Seitdem folgten Andor, Obi-Wan Kenobi, Ahsoka und als Nächstes kommt The Acolyte. Nicht jedes Projekt kam gut an, aber man darf nicht vergessen: Die Prequels waren zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung von 1999 bis 2005 auch umstritten.
All das wäre auch möglich gewesen, wenn Lucas seine Firma nicht verkauft hätte, aber unter Disney hat Star Wars definitiv eine ganz neue Form von Leben entwickelt.
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