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Verfügbarkeit und Fazit

Nach dem Setup konnte ich dann endlich loslegen. Der wichtigste Modus von Jedi Challenges sind die Kämpfe mit dem Lichtschwert. Darin sehe ich über dem Griff den typischen Energiestab eingeblendet, der relativ ruckelfrei meinen Bewegungen folgt - das klappt viel besser als erwartet. Trotzdem muss ich Licht und Schwert immer wieder mal synchronisieren, denn nach einiger Zeit hängt der "Laser" schief auf dem Griff. Ein Druck auf eine der beiden Tasten löst das Problem aber, was nebenbei geschieht und weniger stört, als man sich das so vorstellt.

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Zuerst kämpfe ich gegen einen Droiden. Die Schüsse aus seinem Blaster kann ich in echter Jedi-Manier mit der entsprechenden Bewegung abprallen lassen, dann folgt der Nahkampf, und nach ein bisschen Gefuchtel liegt der Roboter in mehreren Einzelteilen am Boden. Es hat ihn sogar tatsächlich ungefähr an den Stellen zerlegt, wo ich getroffen habe. Bei anderen Gegnern funktioniert das übrigens so nicht - Jedi Challenges enthält keine Gewaltdarstellungen.

Nach und nach bekomme ich immer stärkere Gegner vor die Nase gesetzt, darunter auch einige Berühmtheiten wie eben Darth Maul, aber auch Kylo Ren und Lord Vader. Um gegen diese Opponenten bestehen zu können, muss ich etwas fortschrittlichere Manöver verwenden, die mir das Programm mit eingeblendeten Lichtschwertleuchtspuren erklärt. Das Ganze macht Spaß und ist erstaunlich anstrengend - wer die Sache halbwegs ernst nimmt, kommt nach ein paar Minuten durchaus ins Schwitzen.

  • Der Leuchtball dient als Anker, dazu kommt in Jedi Challenges das Headset und das Lichtschwert von Rey. (Bild: Lenovo/Disney)
  • Nicht ganz so schick, aber ungefähr so wie auf der Illustration von Disney sieht es aus, wenn Vader im Wohnzimmer auftritt. (Bild: Lenovo/Disney)
  • Das Lichtschwert ist überwiegend aus Kunststoff, aber solide verarbeitet und fühlt sich wertig an. (Bild: Lenovo/Disney)
  • Statt einem Energiestrahl gibt es natürlich nur einen leuchtenden Plastikpöppel. (Bild: Lenovo/Disney)
  • Das Mirage-Headset von Lenovo bietet immer noch ordentliche Sicht nach draußen. (Bild: Lenovo/Disney)
  • Das Smartphone wird flach in das Headset geschoben. (Bild: Lenovo/Disney)
  • Der Anker leuchtet wahlweise rosa (in echt eher fast lila) oder blau. (Bild: Lenovo/Disney)
  • Die Kopplung zwischen Lichtschwert und Smartphone funktioniert tadellos per Knopfdruck. (Bild: Golem.de)
  • Bei der Konfiguration des Spiels gibt es hilfreiche Hinweise. (Bild: Golem.de)
  • Das Smartphone kommt in eine Hülle - fühlt sich unschön an, aber unser Gerät hat das ohne Kratzer überstanden. (Bild: Golem.de)
Das Smartphone wird flach in das Headset geschoben. (Bild: Lenovo/Disney)

Neben den Duellen gibt es noch zwei ruhigere Spiele. Zum einen das aus Eine neue Hoffnung bekannte Holochess, in dem ich Monster auf einem einfachen runden Schachbrett ziehe - nett umgesetzt, aber ich fand das nach ein paar Minuten langweilig und die Bedienung zu umständlich.

Relativ ambitioniert ist ein weiteres Strategiespiel, das eine große Fläche mit Einheiten in meinem Wohnzimmer einblendet. Meine Kanonen und anderen Kampfeinheiten stehen auf der gelben Fläche, wo ich sie neu anordnen und ihnen Kommandos erteilen kann, um den rot unterlegten Feind zu besiegen. Obwohl die Grafik relativ schlicht ist, wirkt das um mich herum eingeblendete Spielfeld beeindruckend, und man kriegt eine Ahnung, was mit derlei Ansätzen noch so alles möglich ist. In der aktuellen Form ist mir das Ganze aber ähnlich wie Holochess noch zu umständlich.

Star Wars: Jedi Challenges ist ab sofort für 300 Euro erhältlich. Das Headset selbst ist nicht mit Markenzeichen von Star Wars versehen - Lenovo hält sich ein bisschen die Möglichkeit offen, neue Inhalte nicht nur für Star Wars, sondern auch aus anderen Welten nachzuliefern. Konkrete Ankündigungen gibt es aber noch nicht. Von der USK hat das Programm eine Freigabe ohne Altersbeschränkung erhalten.

Fazit

Zum Aufwärmen vor dem Kinobesuch von Die letzten Jedi oder für die Weihnachtsfeier im nerdigen Kollegenkreis hat Jedi Challenges das Potenzial zum Kracher. Grafik und Sound können zwar mit teureren VR-Lösungen nicht mithalten, sind aber mehr als ausreichend für ein paar spaßige - und körperlich nicht unanstrengende - Minuten in Gesellschaft von berühmten Sternenkriegern. Das liegt vor allem an den wirklich gut gemachten Inhalten, insbesondere an den Kämpfen.

Der Lichtschwertgriff wirkt hochwertig, das Konzept des Headsets und die Software sind gut gemacht. Trotzdem nervt das umständliche Einschieben und Anschließen des Smartphones recht schnell, zumal man dann eben länger ohne Mobilempfang dasteht.

Das Spiel selbst ist gut genug gemacht, um auch ein paar Abende immer wieder mal allein zu Hause in die Rolle des Jedi zu schlüpfen. Echte Langzeitmotivation kann es aber wohl nur bei sehr leidenschaftlichen Star-Wars-Fans entfalten. Wie viele andere derartige Produkte dürfte auch Jedi Challenges bei den meisten Käufern eher früher als später in der Ecke verstauben - selbst dann, wenn Lenovo und Disney noch weitere Inhalte nachliefern.

 Star Wars Jedi Challenges im Test: Lichtschwertwirbeln im Wohnzimmer
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leed 17. Nov 2017

Der Link zu den unterstützten Modellen funktioniert nicht. Ohne HTTPS lande ich jedoch...


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