Star Wars Galactic Racer angespielt: Die Macht ist mit den Rasern!
Star Wars ist bekannt für Lichtschwerter, Raumschlachten und Podrennen. Mit Star Wars – Galactic Racer versucht das britische Studio Fuse Games(öffnet im neuen Fenster), in dem zahlreiche ehemalige Criterion-Entwickler arbeiten, die Rennsport-DNA von Burnout und Need for Speed in die weit entfernte Galaxis zu übertragen. Bei unserer Anspielsession auf dem Summer Game Fest 2026 wirkt das überraschend vielversprechend.
Statt auf eine klassische Meisterschaft setzt Galactic Racer auf eine sogenannte Runs-basierte Kampagne. Nach dem Fall des Imperiums gründet der Mechaniker Darius Pax eine illegale Rennliga, in der Piloten um Ruhm, Geld und Einfluss kämpfen. Die Geschichte folgt dem Fahrer Shade, der den amtierenden Champion Kestar Bool stürzen soll.
Rennen sind nicht einfach nur Rennen. Auf einer Galaxiekarte wählen wir unseren Weg selbst, entscheiden zwischen unterschiedlichen Eventtypen und sammeln unterwegs Upgrades, Fähigkeiten und Fahrzeugteile.
Nach jedem Erfolg wächst unser Fahrzeug weiter, ähnlich wie in einem Roguelite. Scheitern wir zu oft, ist der Lauf vorbei und ein neuer Versuch beginnt. Dieses System garantiert, dass jede Tour etwas anders verläuft.
Von diesen Elementen konnten wir beim Hands-on wenig ausprobieren, dafür mit den Rennen umso mehr. Die Wettkämpfe sind schnell, direkt und angenehm arcadig. Neben dem klassischen Afterburner gibt es den deutlich stärkeren Ramjet.
Wer ihn zu lange nutzt, riskiert jedoch eine Überhitzung und im schlimmsten Fall sogar die Explosion des Fahrzeugs. Das erzeugt ständig kleine Risikoabwägungen und verleiht den Rennen eine zusätzliche Dynamik.
Hinzu kommen die unterschiedlichen Fahrzeugklassen. Landspeeder fahren sich stabil und berechenbar, Speeder Bikes beschleunigen aggressiv und eignen sich für enge Kurven, während Skim Speeder stärker auf geschicktes Driften setzen. Später spielen auch Podracer eine Rolle.
Star Wars – Galactic Racer: Multiplayer und Termin
Positiv aufgefallen ist außerdem die große Freiheit. Schon nach kurzer Zeit durften wir mit Builds experimentieren, neue Fähigkeiten freischalten und Fahrzeuge gezielt an den eigenen Fahrstil anpassen. Dadurch entsteht deutlich mehr Langzeitmotivation als in vielen klassischen Arcade-Racern.
Die Rennstrecken bieten ordentliche Grafik, erreichen aber nicht immer das Niveau aktueller Genre-Spitzenreiter. Dafür gibt es Momente, in denen Charaktermodelle und Nahaufnahmen überraschend stark aussehen und viel Star-Wars-Flair vermitteln. Der Gesamteindruck schwankt also sichtbar.
Etwas gewöhnungsbedürftig sind die Crash-Sequenzen. Wenn wir einen Gegner in eine Felswand gedrückt haben, oder nach sonstigen Unfällen übernimmt das Spiel kurz die Kamera, zeigt eine kleine Zwischensequenz und setzt den Spieler anschließend an einer sicheren Stelle wieder auf die Strecke. Das wirkt spektakulär, reißt aber aus dem Fahrfluss.
Nach den ersten Rennen bleibt dennoch ein positiver Eindruck. Galactic Racer fühlt sich weniger wie eine Star-Wars-Lizenz mit Rennspiel an und mehr wie ein eigenständiger Arcade-Racer mit frischen Ideen. Gerade die Mischung aus hohem Tempo, Build-System und Roguelite-Struktur könnte langfristig viel Spaß machen.
Neben dem Solomodus gibt es Online-Multiplayer für bis zu zwölf Teilnehmer mit Speedern und für bis zu acht Teilnehmer mit Podracern. Star Wars – Galactic Racer erscheint am 6. Oktober 2026 für Playstation 5, Xbox Series X/S und Windows-PC.
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