Star Wars: Führungswechsel bei Lucasfilm - Kathleen Kennedy geht

Laut einem Bericht des US-amerikanischen Branchenportals Puck(öffnet im neuen Fenster) steht beim Filmstudio Lucasfilm ein Führungswechsel bevor. Bereits Anfang vergangenen Jahres war bekanntgeworden, dass Präsidentin Kathleen Kennedy ihren Rückzug aus dem operativen Geschäft vorbereitet. Damals stellte sie jedoch klar, dass kein unmittelbarer Abschied geplant sei. Nun deutet vieles darauf hin, dass Disney eine Nachfolgeregelung gefunden hat.
Die neuen Köpfe
Dave Filoni und Lynwen Brennan sollen künftig gemeinsam die Leitung von Lucasfilm übernehmen. Eine offizielle Ankündigung wird in den kommenden Wochen erwartet. Brennan, bislang General Managerin des Studios, soll künftig die geschäftlichen und administrativen Aufgaben verantworten. Filoni übernimmt demnach die kreative Leitung und soll die inhaltliche Ausrichtung des Studios prägen. Die Aufteilung erinnert an das Führungsmodell von DC Studios mit James Gunn und Peter Safran.
Filoni gilt seit Jahren als zentrale kreative Figur im Star-Wars -Universum. Er wurde von Serien-Schöpfer George Lucas gefördert, arbeitete maßgeblich an The Clone Wars und verantwortete gemeinsam mit Jon Favreau den Ausbau der Streamingserien. Nach der ersten Staffel von Ahsoka arbeitet Filoni aktuell an Staffel zwei und soll weiterhin auch einen eigenen Star-Wars-Kinofilm realisieren.
Kathleen Kennedy war 2012 gemeinsam mit George Lucas an die Spitze von Lucasfilm gerückt, kurz bevor Disney das Unternehmen für rund vier Milliarden US-Dollar übernahm. In den ersten Jahren erzielte sie große kommerzielle Erfolge. Episode VII spielte weltweit rund zwei Milliarden US-Dollar ein und Rogue One überschritt 2016 die Milliardenmarke.
Vom Erfolg zum Misserfolg
Später mehrten sich jedoch Rückschläge. Solo: A Star Wars Story floppte, Episode IX wurde 2019 überwiegend negativ aufgenommen. Parallel kündigte Lucasfilm mehrere Kinoprojekte an, die bis heute nicht realisiert wurden. Zwar erzielte das Franchise mit Serien wie The Mandalorian oder Andor Erfolge im Streamingbereich, zugleich verlagerte sich der Schwerpunkt zunehmend vom Kino ins Fernsehen.
Neben Star Wars verantwortete Kennedy auch andere Projekte, darunter das gescheiterte und von Disney+ entfernte Willow-Serienreboot und den fünften Indiana-Jones-Film, die beide hinter den Erwartungen zurückblieben.
Kennedy bleibt zunächst noch an Bord. Zu ihren letzten Projekten zählen der Kinofilm The Mandalorian and Grogu, der im Mai startet, sowie Star Wars: Starfighter für 2027. Die Animationsserie Star Wars: Maul – Shadow Lord befindet sich ebenfalls in Arbeit. Weitere Live-Action-Serien sind derzeit offenbar nicht geplant.



