Star-Wars-Figuren: Das Urheberrecht schlägt zurück

Das Urheberrecht ist dafür bekannt, seltsame Blüten zu treiben. Jetzt ist Disney gegen Fanseiten vorgegangen, weil sie Bilder von Star-Wars-Figuren schon vor dem offiziellen Verkaufsstart in sozialen Netzwerken gepostet hatten.

Artikel veröffentlicht am ,
Star-Wars-Figuren wie diese aus dem neuen Film wurden verkauft - doch Disney wollte noch keine Fotos davon im Netz.
Star-Wars-Figuren wie diese aus dem neuen Film wurden verkauft - doch Disney wollte noch keine Fotos davon im Netz. (Bild: Hasbro/Disney/Amazon)

Dass Unternehmen mit dem Urheberrecht ihre größten Fans treffen, ist keine Seltenheit. Die Macher des Fanportals Star Wars Action News, Marjorie und Arnie Carvalho, haben in der vergangenen Woche eine DMCA-Notice bekommen, weil sie ein Foto einer neuen Star-Wars-Figur veröffentlicht hatten, wie Ars Technica berichtet. Der Digital Millenium Copyright ACT (DMCA) ist ein Urheberrechtsgesetz aus den USA, das automatisierte Löschungen bei Portalen wie Facebook ermöglicht.

Stellenmarkt
  1. Crisis and Business Continuity Management Expert (m/w/d)
    ALDI International Services SE & Co. oHG, Mülheim an der Ruhr
  2. Fachinformatiker / Systemadministrator (m/w/d)
    Detlef Hegemann Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH, Bremen
Detailsuche

Ein Mitarbeiter des Portals hatte die Figur regulär in einem Walmart-Geschäft erworben und das selbst geschossene Foto dann auf der Facebook-Seite von Star Wars Actions News veröffentlicht. Doch offenbar hatte ein Walmart-Mitarbeiter die Figur von Rey schon vor dem offiziellen Verkaufsstart in das Regal gestellt. Disney reagierte schnell und schickte die Abmahnung auf Basis des erwähnten Urheberrechtsgesetzes. Das Bild wurde von der Facebook-Seite entfernt. Marjorie Carvalho wollte sich damit nicht abfinden - und schrieb Disney eine E-Mail, in der sie den Sachverhalt erklärte. Der Unterhaltungskonzern nahm die Beschwerde daraufhin zurück.

Im Gespräch mit Ars Technica sagte Carvalho: "Wir haben einen freundlichen Brief geschrieben, und es wurde zurückgenommen. Es fühlt sich gut an, dass sie ihren Fehler eingesehen haben." Das Bild wurde wiederhergestellt - also alles gut?

Das Imperium schlägt doch zurück

Leider nein. Denn nur zehn Minuten nach dem Gespräch mit Ars Technica erneuerte Disney den Bescheid, das Bild verschwand wieder von der Facebook-Seite. Außerdem bekam der Mitarbeiter, der das Bild ursprünglich gepostet hatte, eine dreitägige Sperre für Facebook-Postings. Möglicherweise verwendet Disney ein automatisiertes DMCA-System, das für sachliche Erklärungen weniger zugänglich ist als menschliche Mitarbeiter.

Golem Akademie
  1. CEH Certified Ethical Hacker v11: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    10.–14. Januar 2022, Virtuell
  2. Penetration Testing Fundamentals: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    17.–18. Januar 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Unbestritten ist, dass Disney Urheberrechte an den Merchandise-Produkten hält. Doch wenn das Unternehmen den Fehler eines Walmart-Mitarbeiters, der die Figuren zu früh ins Regal stellt, durch Urheberrechtsbeschwerden korrigieren will, ist dies fraglich. Denn die entfernten Bilder wurden nicht von Disney zur Verfügung gestellt, sondern von den Fans selbst aufgenommen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Tobias Claren 03. Feb 2016

Das in Frankreich? Da müsste man für die Veröffentlichung wohl Gebühren an den...

tibrob 27. Jan 2016

Kann, hätte, wäre, könnte ... mal recherchieren, dann wüsste man, dass er Mitarbeiter...

tibrob 27. Jan 2016

Sei froh, dass es in den USA ist. In Deutschland wäre eine Abmahnung i.H.v. mindestens...

Garius 16. Dez 2015

Nun 121,7 Millionen Menschen tun das. Allein im letzten Jahr (2014). Ich glaube die...

M.P. 15. Dez 2015

Sehr verdächtig, daß er sich an ein Blitzding erinnern kann... hatte wohl nach Men in...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
MS Satoshi
Die abstruse Geschichte des Bitcoin-Kreuzfahrtschiffs

Kryptogeld-Enthusiasten kauften ein Kreuzfahrtschiff und wollten es zum schwimmenden Freiheitsparadies machen. Allerdings scheiterten sie an jeder einzelnen Stelle.
Von Elke Wittich

MS Satoshi: Die abstruse Geschichte des Bitcoin-Kreuzfahrtschiffs
Artikel
  1. Gigafactory Berlin: Tesla verzichtet für Akkufertigung auf staatliche Förderung
    Gigafactory Berlin
    Tesla verzichtet für Akkufertigung auf staatliche Förderung

    Tesla verzichtet für die geplante Akkufertigung in Grünheide bei Berlin auf eine mögliche staatliche Förderung in Milliardenhöhe.

  2. Microsoft: Xbox-Spieler in Halo Infinite von Crossplay genervt
    Microsoft
    Xbox-Spieler in Halo Infinite von Crossplay genervt

    Im Multiplayer von Halo Infinite gibt es offenbar immer mehr Cheater. Nun fordern Xbox-Spieler eine Option, um gemeinsame Partien mit PCs zu vermeiden.

  3. 50 Prozent bei IT-Weiterbildung sparen
     
    50 Prozent bei IT-Weiterbildung sparen

    Die Black Week 2021 in der Golem Karrierewelt läuft weiter: 50 Prozent bei zahlreichen Live-Workshops, Coachings und E-Learnings sparen - noch bis Montag!
    Sponsored Post von Golem Akademie

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Heute ist Black Friday • Corsair MP600 Pro XT 1TB 167,96€ • Apple Watch Series 6 ab 379€ • Boxsets (u. a. Game of Thrones Blu-ray 79,97€) • Samsung Galaxy S21 128GB 777€ • Premium-Laptops (u. a. Lenovo Ideapad 5 Pro 16" 829€) • MS Surface Pro7+ 888€ • Astro Gaming Headsets [Werbung]
    •  /