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Im Streit um den Star-Trek-Fanfilm Axanar füllen sich die Gerichtsakten.
Im Streit um den Star-Trek-Fanfilm Axanar füllen sich die Gerichtsakten. (Bild: Axanar)

Star-Trek-Fanfilm: Die Schlacht um Axanar geht weiter

Im Streit um den Star-Trek-Fanfilm Axanar füllen sich die Gerichtsakten.
Im Streit um den Star-Trek-Fanfilm Axanar füllen sich die Gerichtsakten. (Bild: Axanar)

Der Streit zwischen Paramount/CBS und den Machern des Star-Trek-Fanfilms geht weiter: Die Rechteinhaber wollen den Unterstützungsbrief der Sprachgesellschaft LCS ausschließen lassen - er sei in mehrfacher Weise unpassend. Beide Seiten werfen mit früheren Urteilssprüchen um sich.

Die Gerichtsakten im Urheberrechtsstreit um den Star-Trek-Fanfilm Axanar füllen sich weiter: Nachdem Ende April 2016 die Language Creation Society (LCS) einen Unterstützungsbrief (Amicus Curiae) für die beklagten Filmemacher eingereicht hatte, haben die Star-Trek-Rechteinhaber Paramount und CBS jetzt Einspruch dagegen eingereicht.

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Klingonisch ist eine echte Sprache - oder?

Im Amicus-Briefs hatte LCS argumentiert, dass Klingonisch mittlerweile eine echte Sprache sei, auf die niemand ein Urheberrecht besitzen könne. Um dies zu untermauern, fügte die LCS zahlreiche klingonische Zitate in den 19 Seiten langen Text ein und verwies auch auf einen klingonischen Muttersprachler.

In ihrem Einspruch versuchen die Anwälte von Paramount und CBS zunächst nicht, den Inhalt des Amicus-Briefs zu widerlegen - vielmehr gehen sie auf dessen Timing und die Rechtmäßigkeit ein. Hauptargument ist, dass die LCS schlicht zu spät dran sei: Nach dem letzten Ablehnungsantrag der Axanar-Macher am 28. März 2016 auf Paramounts und CBS vorigen Einspruch legten die Produktionsstudios selbst noch einmal Einspruch ein, am 11. April 2016.

Die Axanar-Macher veröffentlichten ihre Antwort darauf am 25. April 2016, zwei Tage später wurde der Amicus-Brief eingereicht. Hauptargument der Filmstudio-Anwälte: Ein Amicus Curiae darf nicht einen Monat nach dem zugrundeliegenden Antrag eingereicht werden. Zudem sei der Unterstützungsbrief viel zu lang, die Anwälte hätten angesichts der nächsten Anhörung am 9. Mai 2016 keine Gelegenheit gehabt, angemessen darauf zu reagieren.

Die klingonische Sprache ist nur ein Teil des Ganzen

Des Weiteren gehen Paramount und CBS in ihrem Gegenantrag unter anderem darauf ein, dass die Frage nach dem Besitz der klingonischen Sprache nichts mit dem aktuellen Verfahren zu tun habe. Schließlich gehe es um das Klingonische im Axanar-Film generell - neben zahlreichen anderen Merkmalen von Star Trek -, und nicht um die Sprache an sich.

Die Axanar-Macher und die LCS sehen dies jedoch ganz anders: Paramount und CBS hätten in ihrem ursprünglichen Antrag klar die klingonische Sprache separat als geschütztes Gut vermerkt - daher könne es jetzt auch explizit nur darum gehen. Beide Seiten werfen in ihren Argumentationen mit zahlreichen Gerichtsurteilen um sich, die die jeweiligen Standpunkte erhärten sollen.

Interessanterweise gehen die Axanar-Macher und die LCS nicht direkt auf den vorgeworfenen späten Abgabezeitpunkt des Amicus-Briefs ein. Die LCS erwähnt in ihrem Schreiben nur, dass "der Standard für die Gewährung eines Amicus Curiae lediglich der Umstand ist, ob es dem Gericht hilft oder nicht".

Axanar-Macher hoffen auf Anerkennung des Amicus Curiae durch das Gericht

Die Axanar-Macher hoffen darauf, dass die Studios entweder ihren Anspruch auf die klingonische Sprache fallen lassen, das Gericht den Amicus-Brief anerkennt und Paramount/CBS eine Antwort formulieren muss, oder dass das Gericht selbst die Besitzansprüche auf das Klingonische ablehnt. Allerdings wäre dies wohl nur ein kleiner Teil im Gesamtbild der Urheberrechtsklage - in der ursprünglichen Klageschrift führten Paramount und CBS schließlich noch zahlreiche weitere Argumente auf.

Nachtrag vom 11. Mai 2016, 9:32 Uhr

Das Gericht in Los Angeles hat am 9. Mai 2016 beschlossen, den Einspruch der Produktionsfirma von Axanar gegen die Urheberrechtsklage von Paramount und CBS abzulehnen. Die von den beiden Produktionsstudios angeführten Beispiele für Urheberrechtsverletzungen reichen dem Gericht aus, um das Verfahren weiterzuführen. Der nächste Verfahrenstermin ist für den 31. Januar 2017 angesetzt.

Ob die klingonische Sprache urheberrechtsgeschützt ist, hat das Gericht nicht entschieden. Dafür sah es schlicht keinen Grund und folgte der Argumentation der Produktionsstudios: Diese hätten Klingonisch lediglich als Beispiel für die ihrer Meinung nach zahlreichen Urheberrechtsverletzungen in Axanar angeführt. Dementsprechend wurde auch der Amicus-Brief zumindest zu diesem Zeitpunkt nicht zugelassen.


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tingelchen 11. Mai 2016

So, und jetzt das ganze noch einmal auf Deutsch mit vernünftiger Satzstellung.

DebugErr 11. Mai 2016

Mögen die Borg mit euch sein

DebugErr 11. Mai 2016

http://i.memeful.com/media/post/lwmJvMP_700w_0.jpg Star Wars ist Kinderkacke mit...

ManMashine 10. Mai 2016

"Nutze die Macht, Harry" - Gandalf (Patrick Steward), aus "The Hunger Games" ;)

Peter Brülls 10. Mai 2016

Wenn sie sich wenigstens an Ehre halten würden, aber das tun sie ja auch nicht. Um...



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