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Star-Wars-Dreharbeiten: Drohnenabwehr gegen übermütige Fans

Weil immer wieder Drohnen ungeduldiger Fans über die Studios fliegen, in denen der neue Star-Wars-Film gedreht wird, wurde zur Abwehr ein sogenannter Droneshield bestellt. Er darf aber bislang nicht ausgeliefert werden.
/ Jörg Thoma
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Aus einem Video, das eine Drohne über den Studios aufgenommen hat, in denen Star Wars Episode VII gedreht wird (Bild: 3dlp/Screenshot: Golem.de)
Aus einem Video, das eine Drohne über den Studios aufgenommen hat, in denen Star Wars Episode VII gedreht wird Bild: 3dlp/Screenshot: Golem.de

Manche Fans können den Start von Star Wars Episode VII kaum erwarten. Um sich einen Vorausblick zu verschaffen, schicken sie Drohnen mit hochauflösenden Kameras über das Flugfeld Greenham Commons in Großbritannien auf dem die Pinewood Studios Szenen für den neuen Star-Wars-Film drehen. Dagegen wollten sich die Studiobetreiber wehren und haben einen sogenannten Droneshield in den USA bestellt. Der durfte aber bislang noch nicht ausgeliefert werden, denn er steht unter dem US-Waffenkontrollgesetz.

"Belästigungen durch Drohnen und Hubschrauber, die von Paparazzi oder anderen unautorisierten Verfolgern genutzt werden, nehmen weltweit zu" , schreiben die Hersteller des Droneshields(öffnet im neuen Fenster) auf ihrer Webseite. Anders als wohl manchem lieb sein würde, schießt der Drohnenschild aber unerwünschte Flugobjekte nicht ab, sondern warnt vor ihnen, wenn sie im Anflug sind - per E-Mail oder SMS.

Die Pinewood Studios liegen etwas außerhalb im Westen Londons - genauer in Iver Heath in der Grafschaft Buckinghamshire, das Flugfeld Greenham Commons noch weiter westlich nahe Reading. Dort werden seit 1947 auch internationale Kinoproduktionen abgedreht, darunter einige James-Bond-Filme. Auch der berühmte Regisseur Stanley Kubrick realisierte dort große Teile seines Vietnamkriegsfilms Full Metal Jacket. Neben Drehorten in Island und in Abu Dhabi werden dort auch Teile des nächsten Star-Wars-Films unter der Regie von J. J. Abrams abgedreht. Der Film soll am 18. Dezember 2015 in den USA starten.

Millennium Falcon von Drohnen erfasst

So lange können neugierige Fans offenbar aber nicht warten. Inzwischen gibt es Aufnahmen vom Flugfeld aus der Luft bei Youtube. Die Aufnahmen zeigen einen halben Millennium Falcon, zwei X-Wing-Fighters(öffnet im neuen Fenster) und zahlreiche Stormtroopers, die auf dem offenen Gelände durch die Gegend rennen. Die sieht man im Video aber kaum. Erst beim Heranzoomen in die hochauflösenden Bilder werden weitere Details sichtbar.

Es gibt ein Flugverbot über Greenham Commons, an das sich die Drohnenflieger jedoch nicht halten. Möglicherweise haben die Filmemacher bereits vor Drehbeginn deshalb mit Drohnenüberflügen übereifriger Fans gerechnet, denn eine Bestellung für ein Droneshield ging bereits im Juni 2014 beim Hersteller ein. Der Webseite Motherboard liegt das Schreiben vor(öffnet im neuen Fenster) .

Ausfuhrgenehmigung fehlt

Ob der Hersteller bereits geliefert habe, fragte Motherboard nach. Droneshield habe für den Export seines Geräts noch keine Genehmigung, heißt es. Denn die Ausfuhr müsse zuvor vom US-Außenministerium abgesegnet werden. Die Behörde habe auf einen Antrag vom Mai 2014 noch nicht reagiert, so der Hersteller der Drohnenabwehr. Nicht nur Pinewood Studios warte auf das Gerät, es habe noch 20 weitere Bestellungen aus dem Ausland gegeben. Der Droneshield lasse sich auch bei Großveranstaltungen, Flughäfen, in Gefängnissen oder militärischen Einrichtungen einsetzen, wirbt der Hersteller.


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