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Star Wars - Die letzten Jedi: Viel Luke und zu viel Unfug

Vor zwei Jahren hat Disney die Macht erwachen lassen, jetzt wird jene dritte Star-Wars-Trilogie im Kino fortgesetzt. Wir freuen uns vor allem über das Wiedersehen mit Luke Skywalker, fühlen uns in manchen Szenen aber wie in der falschen Galaxie.

Eine Rezension von veröffentlicht am
Star Wars: Die Letzten Jedi - Filmposter
Star Wars: Die Letzten Jedi - Filmposter (Bild: Disney/Lucasfilm)

Wir halten diese Filmkritik selbstverständlich frei von Story-Spoilern, die unserer Meinung nach den Spaß am Film verderben. Wer trotzdem gar nichts wissen möchte, vorab bewusst alle Trailer ignoriert oder die bisherigen Star-Wars-Filme noch nicht gesehen hat, liest von hier an auf eigene Gefahr weiter.

Inhalt:
  1. Star Wars - Die letzten Jedi: Viel Luke und zu viel Unfug
  2. Die Macht ist mit dem Merchandise

Hoffnungsvoll streckt sie ihm sein altes Lichtschwert entgegen und er schaut sie nur an: Die erste Begegnung zwischen der damals noch neuen Star-Wars-Heldin Rey und dem bis dahin verschollen geglaubten Luke Skywalker auf dem Planeten Ach-To ist der fiese Cliffhanger zwischen Das Erwachen der Macht und Die letzten Jedi. Fies deswegen, weil Fans zweieinhalb Stunden auf Mark Hamills großen Auftritt als gealterter Jedi-Meister gewartet haben, er dann aber nicht mal mehr ein Wort sagt und der Film auf einmal vorbei ist.

Von Luke, das sei schon einmal gesagt, bekommen Zuschauer in Die letzten Jedi viel mehr zu sehen. Seine Szenen zählen wie erwartet zu den stärkeren Momenten einer insgesamt doch sehr unausgewogenen Geschichte. Der Film nimmt sich hier etwas Zeit, wieder an die ursprüngliche Idee von Macht und Jedi aus den Ur-Star-Wars-Filmen zurückzuerinnern. Das war in George Lucas' Prequel-Trilogie nicht zuletzt durch Einführung der Midi-Chlorianer als wissenschaftliche Erklärung für die Zauberkräfte der Jedi-Ritter beinahe schon verloren gegangen.

Space-Daily-Soap mit fantastischen Tierwesen

Während wir von ihm, Rey, und auch von Kylo Ren, gerne mehr gesehen hätten, empfinden wir die Geschehnisse um die letzten verbliebenen Rebellen auf der Flucht vor dem neuen Mega-Sternzerstörer der First Order als weniger spannend. Viel zu viele Vier-Augen-Gespräche zwischen den Protagonisten wirken mehr wie aus einer Daily-Soap denn als Teil eines spannenden Weltraummärchens. Es ist zwar schön, die mittlerweile verstorbene Carrie Fisher in so vielen Szenen noch als Prinzessin Leia zu sehen, wir hätten ihr aber auch in diesem Film wieder eine interessantere Rolle gewünscht.

  • Luke Skywalker im selbsterwählten Exil auf Ach-To (Bild: Disney/Lucasfilm)
  • BB-8 ist ebenfalls zurück und sorgt für viele der viel zu albernen Momente. (Bild: Disney/Lucasfilm)
  • Carrie Fisher in der letzten Rolle vor ihrem Tod im Dezember 2016 (Bild: Disney/Lucasfilm)
  • Rey mit Lichtschwert auf dem Weg zur Jedi-Ritterin (Bild: Disney/Lucasfilm)
  • Eine neue Variante der AT-AT-Walker aus Das Imperium Schlägt Zurück (Bild: Disney/Lucasfilm)
  • Kylo Ren macht weiter Jagd auf seine eigene Familie. (Bild: Disney/Lucasfilm)
  • Ein paar freundliche Hausmeister auf Lukes Insel (Bild: Disney/Lucasfilm)
  • Ein paar weniger freundliche Wächter in Snokes Thronsaal (Bild: Disney/Lucasfilm)
  • Darf natürlich nicht fehlen: Der Rasende Falke (Bild: Disney/Lucasfilm)
  • Finn wäre lieber schlafen geblieben, seine Nebenmission ist eine Schwäche des Films. (Bild: Disney/Lucasfilm)
  • Darf kurz mitfliegen, um die Fanartikelverkäufe anzukurbeln: Ein flauschiger Porg mit Kulleraugen. (Bild: Disney/Lucasfilm)
Carrie Fisher in der letzten Rolle vor ihrem Tod im Dezember 2016 (Bild: Disney/Lucasfilm)
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Angesichts der Laufzeit von mehr als zweieinhalb Stunden hätten wir außerdem nichts dagegen gehabt, wäre die Nebenhandlung in einer Art Casino-Stadt auf dem Planeten Cantonica komplett weggefallen. Diese Welt und ihre Bewohner scheinen optisch dem Harry-Potter-Universum entsprungen zu sein, mit allerlei fantastischen Tierwesen in der Szenerie. Die hier stattfindende Mission der neuen Figur Rose Tico erscheint uns nur eine unnötige Beschäftigungsmaßnahme für den Ex-Strumtruppler Finn aus dem vorherigen Film zu sein, fügt der Handlung aber bloß etwas kitschige Symbolik hinzu und bietet auch auf Actionseite keine lohnenden Höhepunkte.

Alte Musik trifft neue Effektmagie

Visuell überzeugt Episode VIII trotzdem genau wie ihr Vorgänger mit Effekten auf Top-Niveau und einer angenehmen Mischung aus praktischem Handwerk mit echten Puppen und Sets sowie den Computer-Tricks von Industrial Light and Magic. Die Musik ist sogar noch einen Tick besser geworden, da öfter auf die bekannten Soundtrack-Themen der klassischen Trilogie zurückgegriffen wird, von denen wir einfach nie genug hören können.

Inhaltlich weicht Die letzten Jedi dagegen für unseren Geschmack zu häufig vom Ton ab, den wir mit Star Wars verbinden.

Die Macht ist mit dem Merchandise 
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Bigfoo29 02. Jan 2018

Schau Dir Bollywood-Filme an... Physik interessiert dort noch weniger als bei den...

leed 22. Dez 2017

Man war ich erleichtert, als ich erkannte dass die Porgs nur irgendwelche Tierchen am...

Cok3.Zer0 22. Dez 2017

Die Handlung, dass die Rebellen mehrere Stunden lang verfolgt werden, ist so absurd, dass...

lottikarotti 20. Dez 2017

+1 :-D

Hans4711 19. Dez 2017

Die haben doch die Tie Fighter bzw. Kylo Ren zurück beordert, weil die außerhalb der...


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