Die Macht ist mit dem Merchandise

Die Star-Wars-Tonalität verliert sich vor allem in den vermehrten Slapstick-Momenten, die in der Häufigkeit beinahe an die ganzen tollpatschigen Momente des Jar Jar Binks in Star Wars: Episode 1 erinnern. Manch ein Spruch ist aus den Mündern der Filmfiguren außerdem zu selbstreferentiell, etwa wenn wiederholt über den ikonischen Satz "Möge die Macht mit dir sein" in unserer Meinung nach unangebrachten Situationen geschmunzelt wird. Oft passen die Humor-Einlagen auch gar nicht zum aktuellen Geschehen und lassen Star Wars im Kino plötzlich zu sehr wirken wie die animierten Cartoon-Serien aus dem Fernsehen. Besonders die Aura der bösen First Order leidet darunter, dass sie durchgehend als Chaotentruppe vom Dienst dargestellt wird, der wir die Rolle als neues Imperium so überhaupt nicht abnehmen.

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Entwarnung geben können wir dagegen bezüglich der kleinen Meerschweinchen mit Flügeln, die im Promo-Material so viel Aufmerksamkeit bekommen haben. Die Porgs kommen in Die letzten Jedi nur kurz am Rande vor und stören gar nicht so sehr, auch wenn sie natürlich einzig mit dabei sind, damit Disney noch ein süßes Kuschelspielzeug mehr in die Läden stellen kann.

  • Luke Skywalker im selbsterwählten Exil auf Ach-To (Bild: Disney/Lucasfilm)
  • BB-8 ist ebenfalls zurück und sorgt für viele der viel zu albernen Momente. (Bild: Disney/Lucasfilm)
  • Carrie Fisher in der letzten Rolle vor ihrem Tod im Dezember 2016 (Bild: Disney/Lucasfilm)
  • Rey mit Lichtschwert auf dem Weg zur Jedi-Ritterin (Bild: Disney/Lucasfilm)
  • Eine neue Variante der AT-AT-Walker aus Das Imperium Schlägt Zurück (Bild: Disney/Lucasfilm)
  • Kylo Ren macht weiter Jagd auf seine eigene Familie. (Bild: Disney/Lucasfilm)
  • Ein paar freundliche Hausmeister auf Lukes Insel (Bild: Disney/Lucasfilm)
  • Ein paar weniger freundliche Wächter in Snokes Thronsaal (Bild: Disney/Lucasfilm)
  • Darf natürlich nicht fehlen: Der Rasende Falke (Bild: Disney/Lucasfilm)
  • Finn wäre lieber schlafen geblieben, seine Nebenmission ist eine Schwäche des Films. (Bild: Disney/Lucasfilm)
  • Darf kurz mitfliegen, um die Fanartikelverkäufe anzukurbeln: Ein flauschiger Porg mit Kulleraugen. (Bild: Disney/Lucasfilm)
Darf kurz mitfliegen, um die Fanartikelverkäufe anzukurbeln: Ein flauschiger Porg mit Kulleraugen. (Bild: Disney/Lucasfilm)

Kaum neues Futter für Fan-Theorien

Ob Star Wars VII eine gelungene Fortführung der klassischen Filme war oder nicht, bei einem sind sich die Zuschauer einig: Der Film ließ jede Menge große Fragen offen. Wer sind die Eltern der Macht-begabten Rey? Was hat es mit ihrer düsteren Vision auf sich und was hat der neue Bösewicht Supreme Leader Snoke damit zu tun? Um nur ein paar zu nennen.

Wer nun zwei Jahre lang mit anderen Fans spannende Theorien gesponnen hat, könnte von Die letzten Jedi enttäuscht sein. Regisseur und Autor Rian Johnson adressiert viele von seinem Vorgänger J.J. Abrams gestreute Mysterien gar nicht erst und die wenigen Antworten, die er zum Fortgang der Handlung zwangsläufig liefern musste, sind ernüchternd simpel gestrickt, liefern wenig neue Erkenntnisse.

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Sicherlich, das hebt sich Disney eventuell alles für Episode IX auf, für die bekanntlich wieder Abrams verantwortlich zeichnen wird. Wir sind da nach Die letzten Jedi allerdings skeptisch. Zu sehr haben wir den Eindruck gewonnen, hinter vielen Ansätzen aus Das Erwachen der Macht steckten 2015 gar keine konkreten Ideen. Für den Nachfolger schien es einfacher, ihnen nur wenig Beachtung zu schenken und sich lieber mit eigenen Handlungssträngen zu beschäftigen. Den PR-wirksamen Effekt, die neue Star-Wars-Trilogie zwischen den Filmen durch nicht enden wollende Spekulationen online zum Dauerthema zu machen, haben die offenen Fragen ja nebenbei auch so erfüllt.

Schritt zur Seite und wieder auf Anfang

Die letzten Jedi mag darüber hinaus, trotz einiger optisch spektakulärer Weltraumkämpfe und Belagerungsszenen, auch nicht die ganz packenden Sci-Fi-Schlachten oder dramatischen Lichtschwertkämpfe haben, wie etwa Das Imperium Schlägt Zurück oder Die Rückkehr der Jedi Ritter, die beide ganz offensichtlich als Inspiration für zahlreiche Szenen gedient haben. Die Auftritte von Luke Skywalker, besonders zum Ende hin, retten den Film dennoch davor, als Mittelteil seiner Trilogie nur Füllstück zu sein. Wenn wir die Handlung jedoch ganz genau betrachten, haben alle Hauptfiguren in ihrer Entwicklung hier nur mal kurz einen kleinen Schritt zur Seite gemacht, um am Schluss wieder in etwa da zu stehen, wo sie schon am Ende von Episode VII waren. Von Episode neun erwarten wir in zwei Jahren entsprechend einen größeren Hüpfer auf unbekanntes Territorium, damit diese neue Star-Wars-Reise der Rückkehr und teilweise großen Opfer ihrer Helden aus alten Tagen auch wirklich durch und durch gerecht wird.

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 Star Wars - Die letzten Jedi: Viel Luke und zu viel Unfug
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Bigfoo29 02. Jan 2018

Schau Dir Bollywood-Filme an... Physik interessiert dort noch weniger als bei den...

leed 22. Dez 2017

Man war ich erleichtert, als ich erkannte dass die Porgs nur irgendwelche Tierchen am...

Cok3.Zer0 22. Dez 2017

Die Handlung, dass die Rebellen mehrere Stunden lang verfolgt werden, ist so absurd, dass...

lottikarotti 20. Dez 2017

+1 :-D

Hans4711 19. Dez 2017

Die haben doch die Tie Fighter bzw. Kylo Ren zurück beordert, weil die außerhalb der...



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