Star Wars Battlefront angespielt: Die arcadige Seite der Macht
Mit schweren Schritten schleppt sich der riesige AT-AT über die Eiswelt von Hoth. Wir feuern aus allen Kanonenrohren, schon schlagen Funken aus der Seite der imperialen Superwaffe. Dennoch, unser Kampf war vergebens. Wieder erreicht das Stahlbiest sein Ziel, und unser wackerer Rebellentrupp muss sich mit ein paar Mitleidspunkten statt mit dem Sieg zufriedengeben. Die Szene stammt natürlich nicht aus einem Film, sondern aus der Beta von Star Wars Battlefront(öffnet im neuen Fenster) .

Während der momentan laufenden Testphase können Sternenkrieger auf Windows-PC, Playstation 4 und Xbox One ausprobieren, wie viel Spaß ihnen die Multiplayergefechte machen. Einen echten Einzelspielermodus mit einer Kampagne wird Battlefront nicht enthalten.
Zumindest aus technischer Sicht ist das Programm ein Hingucker. Im Vergleichsvideo ist gut zu sehen, dass vor allem die Umgebungen sehr schick aussehen. Wir haben die PC-Fassung auf einem Core i7-4770K mit 16 GByte DDR3-Speicher und einer Geforce GTX 690 mit aktivierter Multi-GPU ausprobiert. Gelegentlich traten Grafikfehler bei Lensflare-Effekten auf, die nur durch einen Neustart des Levels behoben werden konnten – zum jetzigen Zeitpunkt, also vor dem Ende der eigentlich Entwicklungsarbeit, ist das aber verzeihbar.
Wir hatten den Eindruck, dass die Konsolenversionen mit mehr Unschärfefiltern arbeiten. Sonst gibt es erstaunlich wenig grafische Unterschiede – insbesondere in Sachen Pop-ups verhalten sich die drei Versionen nahezu identisch, dabei gibt es einige sehr große Umgebungen.
Auf der Playstation 4 wird die Grafik in einer Auflösung von 900p (1.600 x 900 Pixel) berechnet und dann auf das 1080p-Format hochskaliert. Die Xbox One rechnet intern sogar nur mit der Auflösung 720p (1.280 x 720 Pixel), was tatsächlich pixeliger wirkt. Übrigens haben schon Battlefield 4 und Hardline die gleiche Art von Skalierung auf beiden Konsolen verwendet; mehr scheint Entwickler Dice mit der Frostbite-3-Engine nicht zu schaffen. Immerhin ist die Bildrate durchgehend hoch und dürfte tatsächlich sehr nahe an der 60-fps-Grenze zu liegen, selbst bei vielen gleichzeitig sichtbaren Kämpfern.
Auch Einsteiger willkommen
Beim Spiel selbst gibt es natürlich deutlich spürbare Unterschiede zur Battlefield-Serie. Battlefront ist stärker auf Einsteiger ausgelegt: Große Symbole erklären ganz genau, was wir verteidigen sollen. Waffen verziehen kaum, Munition spielt keine Rolle.
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Allerdings überhitzt unsere Laserpistole recht schnell und muss dann ein paar Augenblicke abkühlen. Es gibt einige Power-ups zum Einsammeln. Durch eines etwa verwandeln wir uns vorübergehend in Darth Vader oder Luke Skywalker. Vor allem Ersterer zieht aber sofort die Aufmerksamkeit aller Feinde fast magisch an, was dem jeweiligen Spieler dann kein sehr langes Leben auf der ganz dunklen Seite der Macht ermöglicht.
Neben Hoth gibt es noch einen alleine gegen Bots spielbaren Survival-Einsatz auf Tatooine – was die Umgebungsgrafik angeht, ist diese Wüstenwelt mit ihren tiefen Canyons unser Favorit. Spielerisch gefällt uns dagegen die Abwurfzone auf dem düsteren Planeten Sullust am besten, weil sich der Kampf um die Eroberung von möglichst vielen Fluchtkapseln schön dynamisch anfühlt.
Beim Anspielen haben wir keine Probleme mit dem Zugang zu den Servern gehabt. Auch im Internet finden sich nur wenige Hinweise darauf, dass der große Ansturm zu Warteschlangen führt – nur auf der Xbox One hat es diesbezüglich wohl einige kleinere Schwierigkeiten gegeben. Ob das am Wochenende so bleibt, wenn noch mehr Spieler antreten, bleibt abzuwarten.
Die Beta von Star Wars Battlefront läuft auf allen drei Plattformen noch bis zum 12. Oktober 2015; auf Konsole sind übrigens kostenpflichtige Plus- bzw. Gold-Mitgliedschaften nötig. Fortschritt und Level können nicht ins finale Spiel übernommen werden, das am 19. November 2015 erscheint.
Nachtrag vom 12. Oktober 2015, 10:36 Uhr
Das Entwicklerstudio Dice hat den Betatest um einen Tag verlängert(öffnet im neuen Fenster) . Spieler können also nicht nur bis heute daran teilnehmen, sondern bis zum 13. Oktober 2015.
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