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Star Wars Battlefront 2 Angespielt: Sternenkrieger-Kampagne rund um den Todesstern

Star Wars aus der Sicht des Imperiums: Das ist die Idee hinter der Kampagne von Star Wars Battlefront 2 . Golem.de konnte die ersten Missionen mit Hauptfigur Iden Versio ausprobieren. Wir haben eine erste Einschätzung - und Videoszenen.
/ Peter Steinlechner
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In der Kampagne von Star Wars Battlefront 2 kämpfen wir als Commander Iden Versio. (Bild: Electronic Arts)
In der Kampagne von Star Wars Battlefront 2 kämpfen wir als Commander Iden Versio. Bild: Electronic Arts

Eine imperiale Supersoldatin landet in der Arrestzelle. Sehr schön, das Gute hat gewonnen! Halt, nein - diesmal nicht: Denn in der Kampagne von Star Wars Battlefront 2 landen wir im Knast. Allerdings hatten wir in den ersten Momenten des Prologs noch kleine Schwierigkeiten mit dem Seitenwechsel. Dabei macht es gerade den Reiz des Soloabenteuers aus, dass wir eben mal mitbekommen, wie die Sache mit dem Sternenkrieg aus Sicht des Imperiums abgelaufen ist.

Star Wars Battlefront 2 - Vorschau zur Kampagne
Star Wars Battlefront 2 - Vorschau zur Kampagne (01:46)

Die Soldatin, die da im Arrest landet, ist eine gewisse Commander Iden Versio, Anführerin des Inferno Squad - einer verschwiegenen und dem Imperator treu ergebenen Elitetruppe, die meist hinter den feindlichen Linien kämpft. Wir steuern Versio in einer laut Publisher Electronic Arts rund sieben Stunden langen Kampagne, die uns zum Zeugen von mehreren berühmten Geschehnissen aus Star Wars macht.

Vorerst stecken wir allerdings in dieser verdammten Zelle fest. Wir verraten hier nicht im Detail, ob und wie die Flucht gelingt - aber uns hat die Idee dafür sowohl aus spielerischer wie aus erzählerischer Sicht gefallen. Jedenfalls folgt anschließend eine etwas längere Passage mit Feuergefechten in den relativ engen Gängen eines Raumschiffs.

Star Wars Episode 8 (The Last Jedi) - Trailer (Oktober 2017)
Star Wars Episode 8 (The Last Jedi) - Trailer (Oktober 2017) (02:34)

Wir können wahlweise in der Schulterperspektive oder der Ego-Sicht kämpfen. Die Steuerung folgt sowohl auf Windows-PC wie auf den Konsolen den üblichen Genrestandards. Schön: Obwohl das Ganze ziemlich linear ist, haben wir die Freiheit, relativ aggressiv vorzugehen und unsere Gegner über den Haufen zu schießen oder langsam zu schleichen und heimlich aus dem Hinterhalt zu attackieren.

Die wunderschönen Wälder von Endor

Dabei hilft es, dass wir auf Tastendruck die Umgebung scannen können, um etwa Feinde in einer sehr großen und offenen Umgebung markiert zu bekommen. So können wir unser Vorgehen besser auf deren Laufwege abstimmen, um das Auslösen des Alarms zu verhindern - dann wird das Ganze nämlich wirklich herausfordernd. Vor Spielstart können wir übrigens zwischen den Schwierigkeitsgraden Explorer, Soldier, Special Forces wählen.

Die Kämpfe auf dem Raumschiff sehen gut aus - aber so richtig lässt die Frostbite-Engine ihre Muskeln erst im zweiten Einsatz spielen, in dem wir antreten können. Darin sind wir auf Endor unterwegs, und zwar tatsächlich während der großen Schlacht aus Episode 6. Hier sind wir hinter den feindlichen Linien unterwegs. Relativ früh im Einsatz werden wir sogar Zeuge, wie ein Rebell seinen Kameraden gerade neue Befehle von General Solo zuruft.

Ersteindruck und Verfügbarkeit

Die Umgebungen sehen atemberaubend gut aus: Wir sind in lichtem Wald unterwegs, Felsen und Flüsse sind ungeheuer detailreich gestaltet, alles wirkt fast wie im Kino. Wir folgen einem fest vorgegebenen Pfad - die Kampagne von Battlefront 2 scheint überhaupt eine extrem lineare Angelegenheit zu sein.

Star Wars Battlefront 2 - Single-Player-Trailer
Star Wars Battlefront 2 - Single-Player-Trailer (01:50)

Alle paar Augenblicke können wir Rebellen bekämpfen, neben Bodentruppen haben wir es immer wieder auch mit einem gekaperten Walker zu tun. Nett: Wenn wir mit unseren Thermaldetonatoren (Granaten) einen Treffer laden, wirbeln die Rebellen manchmal mehrere Meter in die Höhe - was auf eine makabre Art lustig aussieht.

Höhepunkt - aus unserer Sicht ein trauriger - ist die Zerstörung des Todessterns, was Electronic Arts ja schon vor einigen Monaten als den Moment bezeichnet hat, zu dem sich Iden Versio möglicherweise vom Imperium abwendet.

Was da genau passiert, wissen wir im Detail auch nicht. In einigen Zwischensequenzen davor hatte die Soldatin allerdings einen Kollegen mit leisen Zweifeln am Imperator sofort als Verräter beschimpft. Es dürfte spannend sein zu sehen, wie die Entwickler einen möglichen Gesinnungswandel in Szene setzen - die technischen Mittel, was etwa die Darstellung von Mimik in den Zwischensequenzen angeht, haben sie jedenfalls.

Einzelspielerabstecher ins All

Der letzte Einsatz, den wir anspielen konnten, sei hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt: Da sausen wir nämlich am Steuer eines Raumschiffs durch das All und liefern uns Kämpfe mit Jägern und größeren Schiffen - so ähnlich, wie es ja auch schon für den Multiplayermodus angekündigt ist.

Ganz fertig war die von uns angespielte Kampagne noch nicht. Zwei der Mitarbeiter vom zuständigen Entwicklerstudio Motive(öffnet im neuen Fenster) haben uns erzählt, dass ihre Kollegen in Kanada derzeit noch mit dem Feintuning beschäftigt sind. Uns haben die angespielten Abschnitte gefallen: Größere Freiheiten gibt es zwar nicht, Gegner-KI spielt kaum eine Rolle. Aber die Handlung macht einen außergewöhnlich interessanten Eindruck, die Grafik wirkt klasse und die teils recht düstere Atmosphäre stimmt, soweit wir das bislang beurteilen können.

Star Wars Battlefront 2 erscheint nach aktueller Planung am 17. November 2017 für Windows-PC ( offizielle Systemanforderungen ), Xbox One und Playstation 4. Mitglieder von EA Access und Origin Access sollen schon am 9. November, Vorbesteller der Elite Trooper Deluxe Edition am 14. November loslegen können.


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