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Star Trek: Wie viele Redshirts erwischt es in der klassischen Serie?

Fun Fact
Die rote Uniform des Sicherheitsdienstes in der klassischen Serie ist gleichbedeutend mit dem Tod. Aber stimmt es überhaupt, dass so viele Redshirts sterben?
/ Peter Osteried
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Rosig sieht die Zukunft dieser Herren nicht aus. (Bild: Paramount)
Rosig sieht die Zukunft dieser Herren nicht aus. Bild: Paramount

Ein bisschen obsessiv ist sie ja schon, diese Frage: Wie viele Redshirts erwischt es eigentlich wirklich? Schließlich ist es längst Popkultur-Dogma, dass die Rothemden bei Raumschiff Enterprise schneller sterben als die Fliegen auf dem Holodeck. Also haben wir nachgerechnet. Folge für Folge. Mit Strichliste. Und siehe da: Das Klischee hält nicht immer, aber oft genug, um weh zu tun.

Das erste Redshirt, das ins Gras beißt

Los geht das große Redshirt-Sterben in Der alte Traum. Gleich zwei Sicherheitsmänner verabschieden sich hier vom Leben – fachgerecht entsorgt vom skrupellosen Androiden Ruk. Solider Auftakt.

In Miri, ein Kleinling dann die Sensation: Zwei Redshirts sind dabei – und beide überleben! Ein Wunder. Ein Feiertag. Bitte kurz innehalten.

Der Zentralnervensystem-Manipulator kommt ohne Tote aus, liefert aber ein Paradebeispiel für sicherheitsdienstliche Dummheit. Während ein gefährlicher Irrer auf der Enterprise herumgeistert, wird ein Sicherheitsmann auf die Brücke beordert. Er positioniert sich mit dem Rücken zum Turbolift – offenbar in der Annahme, die bekannten Gesichter vor ihm seien die eigentliche Bedrohung. Spoiler: Der Angreifer kommt natürlich von hinten. Turbolift auf, Redshirt k. o.

In der Folge Ganz neue Dimensionen stirbt dann wieder ein Redshirt. Kurz, schmerzlos, pflichtbewusst.

Nomad 4, Redshirts 0 lautet das inoffizielle Ergebnis von Ich bin Nomad. Hier rafft es gleich mehrere Rothemden dahin – allerdings benehmen sie sich auch geschlossen wie eine Selbsthilfegruppe für grobe Fahrlässigkeit.

Die Stunde der Erkenntnis bietet ein besonders hübsches Setting: ein paradiesischer Planet mit Farnen, Blumen und subtropischem Grün. Klingt harmlos. Ist es nicht. Eine Pflanze pustet einem Redshirt etwas direkt in die Brust – tot. Kirks Fazit an die Enterprise: Alles gefährlich, einer tot, Vorsicht. Seine nächste Handlung: Er steckt die Nase selbst in eine Blume. Am Ende dieser botanischen Todesfalle sind gleich vier Redshirts Geschichte.

In Im Namen des jungen Tiru erwischt es ein Redshirt direkt zu Beginn. Man muss es sagen: Die hellsten Kerzen stehen im Sicherheitsdienst selten auf der Torte.

Tödliche Wolken ist ebenfalls kein guter Tag für Rothemden. Kirk ist völlig fixiert darauf, das Wolkenwesen zu zerstören – und nebenbei sterben gleich vier Redshirts. Kein Rekord, aber Gleichstand mit Ich bin Nomad.

Nach einer kleinen Verschnaufpause beißen in Das Jahr des roten Vogels wieder Rothemden ins Gras – diesmal sogar durch einen wildgewordenen Captain der Sternenflotte. Übrigens nur einer von mehreren durchgeknallten Offizieren, denen Kirk so begegnet.

Kurs auf Marcus 12 bringt erneut nervige Kinder, eine grüne Erscheinung und einen Handlungspfad, der so mäandert, dass man selbst seekrank wird. Zwei Redshirts sterben hier – aber fairerweise ohne eigenes Zutun: Sie sollen auf einen Planeten gebeamt werden, der gar keiner ist. Die Enterprise fliegt längst durchs All. Ergebnis: Beam me up – ins Nichts.

In Was summt denn da? wird schließlich noch ein Redshirt von superbeschleunigten Außerirdischen aus dem Spiel genommen. Auch kein schöner Abgang.

Am Ende werden die Toten gezählt

Am Ende haben wir gezählt. Nicht alle Toten – nur die Rothemden. Und das Ergebnis ist überraschend nüchtern: Ja, Redshirts sterben öfter als andere. Nein, es ist kein Naturgesetz. Und tatsächlich hat es über die gesamte Serie hinweg nur 21 Mitglieder des Sicherheitsdienstes erwischt. Weniger, als das Meme glauben machen will. Aber immer noch mehr, als man bei der Jobbeschreibung erwarten dürfte.


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