Star Trek: Was die Sternzeiten bedeuten

Als Star Trek in den 1960er Jahren entwickelt wurde, gab es keine tiefere Bedeutung in Bezug auf die Sternzeit; sie wurde einfach eingeführt, weil sie futuristisch klang. Die Idee stammte vom Autor Kellam de Forest, der die ersten Drehbücher sah, in denen noch mit Tagen und Monaten gearbeitet wurde. Er schlug ein anderes System vor. Die Star-Trek-Pilotfolge fand bei Sternzeit 1312,4 statt, die letzte Folge der Serie bei Sternzeit 5928,5. Es ließe sich somit sagen, dass 4600-Sternzeit-Einheiten im Verlauf von drei Jahren vergangen sind. (öffnet im neuen Fenster)
Die erste Nennung der Sternzeit
In den Serien wurde die Sternzeit und wie sie zu verstehen ist, nie genauer durchleuchtet, im Material rund um Star Trek aber schon. In der Writers Bible der Autoren wird gesagt, dass jede Zahl in einer Sternzeit ein Tag ist, während die Dezimalstelle die Stunden verdeutlicht. Was dazu nicht passt: Es gibt nur eine Dezimalstelle, das macht die zeitliche Einordnung natürlich ungenau. Die Erklärung in der Autorenbibel passt auch nicht: Würde jede Zahl einen Tag verdeutlichen, spielte das Finale der originalen Serie mehr als zwölf Jahre nach der ersten Folge.
In Star Trek: Der Film lautete die Sternzeit 7410. Das sind knapp 16 Jahre nach der Folge Die Spitze des Eisbergs(öffnet im neuen Fenster) , was zur real vergangenen Zeit einigermaßen passt.
Die weiteren Jahre
Mit Star Trek: The Next Generation befand man sich dann bei Sternzeit 41153,7. Die 4 am Anfang sollte nichts bedeuten, die zweite stand für die Staffel der Serie. Die Serie im Verlauf eines Jahres würde also innerhalb von 1000 Sternzeit-Einheiten stattfinden. Star Trek: Voyager startete bei Sternzeit 48315,6, was zu diesem System passt. Star Trek: Lower Decks spielt bei Sternzeit 57436,2 und Star Trek: Picard bei 78183,1. Die Zeichentrickserie spielt damit 20 Jahre nach Star Trek: The Next Generation, Picard sogar 31 Jahre danach. Das entspricht annähernd der echten Zeit, die zwischen beiden Serien liegt.
Ein Hintergedanke der Sternzeit könnte gewesen sein, dass Tage und Monate nach Erdzeit in einer Föderation der vielen Planeten nicht funktionieren, da andere Planeten eigene Maßeinheiten der Zeit hätten. Aus dem Grund war Sternzeit universell einsetzbar.