Technik, die gut altert

Sieht man sich heutzutage die Serie an, fällt auf, wie gut sie sich hält. Die Sets waren damals schon hochwertig gestaltet - ganz anders die Pappfelsen, die in der 1960er Jahren sehr gerne benutzt wurden.

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Bei Star Trek: The Next Generation hatte man noch zeitaufwendig mit Modellen arbeiten müssen. Bei Star Trek: Deep Space Nine wurde erst im Lauf der Jahre komplett auf CGI umgeschwenkt, was plötzlich große Weltraumschlachten möglich machte.

Bei der Voyager setzten die Macher praktisch von Anfang an auf ein CGI-Modell. Es wurde ein echtes Modell des Schiffs angefertigt, dann jedoch eine CGI-Variante davon erstellt und eingesetzt. Später wurde das CGI-Modell von Rob Bonchune, dem Experten für digitale Effekte, noch verfeinert, um mehr dem echten Modell zu entsprechen.

Die Effekte sind gut gealtert, zumindest, was die Raumschiffe betrifft. Die am Computer entstandene Spezies 8472 hat es dagegen heute schwerer: Die CGI-Animationen waren zum Ende der 1990er Jahre noch weit vom heutigen Standard entfernt. Im Großen und Ganzen wirkt Star Trek: Voyager aber noch immer frisch.

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Im Jahr 2001 fand die Voyager den Weg nach Hause. Die lange Reise dauerte doch keine 70 Jahre - der Weg in die Herzen der Fans ließ sich noch dazu deutlich schneller nehmen. Star Trek: Voyager war lange Zeit so etwas wie das Problemkind - bis Star Trek: Enterprise kam.

Sieht man sich die Serie jedoch heute an, erkennt man die gleichen Qualitäten, die auch die vorherigen Shows auszeichnen. Das ist nicht nur nostalgische Verklärung, aber natürlich hilft auch die. Mittlerweile ist eine ganze Generation herangewachsen, die die Serie erst in der Wiederholung gesehen hat und damit vielleicht Star Trek kennenlernte. Aber auch langjährige Fans werden im Alter milder und sehen die offensichtlichen Qualitäten der Serie. Dass sie ein paar Jahre der Entwicklung brauchte, ist dabei nebensächlich. Wichtig ist, dass die Geschichten heute noch funktionieren und klassisches Star-Trek-Gefühl aufkommen lassen.

Natürlich sähe Star Trek: Voyager heute ganz anders aus und würde noch stärker auf die vertikale Erzählweise setzen. Aber aufgrund der übergeordneten Handlung der Reise nach Hause hat die Serie auch so eine starke innere Kohärenz. Dass eine Besatzung ohne jedwede Unterstützung von der Sternenflotte klarkommen muss, erzeugt eine zusätzliche Dimension der Spannung. Die Mitglieder der Voyager sind Fremde in einem fremden Land - oder besser: in fremdem Weltall. Das funktioniert gerade aus heutiger Sicht noch sehr gut und hält die Serie zusammen.

Zu viel Frauenpower?

Bemerkenswert ist die Serie aber auch, weil lange, bevor sich Diversität im US-Fernsehen etablierte, eine Frau den Platz des Captains einnahm - damals durchaus revolutionär. Dass die Serie anfangs von vielen Fans abgelehnt wurde, mag auch darin begründet sein. Man denke nur daran, wie in in jüngerer Vergangenheit zahlreiche Doctor-Who-Fans gegen die Besetzung von Jodie Whittaker als 13. Doktor protestierten. Trekkies können ebenso intolerant sein, wobei von der Bewunderung für Gene Roddenberrys von Toleranz und Veränderung geprägtes Universum wenig übrig bleibt, wenn sich männliche Fans bedroht fühlen.

Dass die Quoten gemeinhin nachließen, lag weniger an der Qualität der Serie, die Staffel für Staffel immer besser wurde, als an einer Star-Trek-Müdigkeit nach damals mehr als zehnjähriger Präsenz des Franchises mit zwei parallel laufenden Serien. Noch schwerer traf dies Star Trek: Enterprise, das nach dem Ende von Star Trek: Voyager und damit 14 Jahre nach dem Debüt von Star Trek: The Next Generation, drei Serien und mehr als 500 Folgen startete. Die Abnutzung traf schließlich auch die Filme mit der nächsten Generation, die nach kurzem Höhenflug mit Star Trek: Nemesis im Jahr 2002 endgültig scheiterte.

Damals waren die Fans hin- und hergerissen, heute hat sich das geändert. Das Fandom hat sich weiterentwickelt und auch Star Trek: Voyager ins Herz geschlossen. Den Status als ungeliebte Serie hat Star Trek: Voyager längst abgelegt. Dass sie mehr hätte sein können, als sie ist? Geschenkt, gilt das doch für die meisten Serien und Filme. Der Versuch, klassische Erzählweise und frische Ideen zu kombinieren, funktionierte mal mehr, mal weniger gut. 25 Jahre später blickt man jedoch mit einem warmen Gefühl auf Star Trek: Voyager zurück. Hinweis: Dieser Artikel erschien ursprünglich am 16. März 2020, wir haben ihn zuletzt am 18. November 2021 auf Aktualität überprüft.

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 ... und dann kommen die Borg!
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Neuro-Chef 26. Mär 2020

ansonsten habe ich Voyager beim erneuten Anschauen letztes Jahr wieder sehr genossen. Und...

LH 20. Mär 2020

Das ändern einer Figur ist "mentale Gewalt"? Albern. Einfach albern. Wer eine Geschichte...

LH 18. Mär 2020

Wohl leider war, zumal man als Showrunner von DW am Ende auch wenig Anerkennung, aber...

LH 18. Mär 2020

So wirklich groß ist das Schiff ja nicht, und als Transporter - was es wohl sein soll...



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