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Drei müde Jahre ...

In den ersten drei Jahren, die die Voyager durch den Delta-Quadranten reist, tut sich bei der vierten Star-Trek-Serie nur sehr wenig. Sie vermittelt beinahe das Gefühl, das Schiff drehe allenfalls Kreise, komme aber nie voran. Deutlich wird dies vor allem dadurch, dass Janeway und ihre Crew ständig auf die gleichen Gegner stoßen. Über zwei Jahre hinweg hat es die Voyager mit den unterschiedlichsten Kazon-Stämmen zu tun, wobei kaum logisch wirkt, dass diese über ein derart weites Territorium verfügen. So leidet die Serie bereits zu Beginn unter beträchtlichen Ermüdungserscheinungen.

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Über den gesamten Verlauf der Serie funktioniert die Charakterentwicklung zudem nur partiell. Das größte Negativbeispiel ist Fähnrich Harry Kim, aber auch einige andere Figuren wie etwa der erste Offizier Chakotay bleiben über sieben Jahre hinweg auf dem Stand der ersten Staffel - übrigens ganz im Gegensatz zu Star Trek: Deep Space Nine, wo man in Sachen Charakterentwicklung sehr weit ging.

Eine erfreuliche Ausnahme ist eine Figur, die gar kein Wesen aus Fleisch und Blut ist: Das medizinische Notfallhologramm, der Doktor. Dieser war nie dazu bestimmt, ununterbrochen zu laufen, muss es aber im Deltaquadranten und wird dabei immer menschlicher. Gerade in der ersten Staffel waren jedoch wiederholt Gastfiguren weit interessanter als die Hauptfiguren. Ein Beispiel ist die Verräterin Seska, eine Cardassianerin, die den Maquis infiltriert hatte und im Delta-Quadranten intrigierte. Ein weiterer spannender Charakter ist der von Brad Dourif gespielte Suder, ein Besatzungsmitglied der Voyager, das seine Mordlust kaum unter Kontrolle halten kann. Mit Figuren wie dieser kommt deutlicher Konflikt in die Geschichten, sie illustrieren aber auch, wie reizlos einige Hauptfiguren konzipiert sind.

Gastauftritte als Rettungsversuche

Noch dazu konnte nicht auf bekannte Gesichter zurückgegriffen werden, die die Fans von Star Trek vielleicht gerne gesehen hätten, da die Voyager weit abseits des Alpha-Quadranten unterwegs ist. Zwar fehlt es nicht, dass die Klingonen mal nicht so ausführlich charakterisiert werden wie in Star Trek: The Next Generation oder Star Trek: Deep Space Nine. Stattdessen gibt es die Kazon, die aber im Endeffekt nichts anderes sind als eindimensionale Klingonen. Hier fehlte es an Einfallsreichtum von den Produzenten und Autoren.

Erfreulicherweise blieb es aber nicht bei diesen uninteressanten Kontrahenten. Mit dem Volk der Vidianer wurde etwas wahrlich Neues geschaffen: eine Spezies, die im Überlebenskampf gegen eine verheerende Krankheit ihre eigenen Organe durch die anderer Völker ersetzt.

Dass sie sich mit der Konzeption, das etablierte Star-Trek-Universum außen vor zu lassen, allzu sehr einschränkte, merkte die Produktion recht bald und versuchte immer wieder, bekannte Elemente in die Serie einzufügen. So wurde eine recht originelle Geschichte entwickelt, bei der man immerhin auf einen Romulaner traf. Im Lauf der Jahre folgten Gastauftritte von Q, Commander Riker oder Captain Sulu. Gerade die Auftritte von Q sind sehr unterhaltsam - auch wenn man sich als Zuschauer wiederholt fragt, warum Janeway ihn nicht einfach bittet, die Voyager nach Hause zu bringen. Doch bei vielem scheint das verzweifelte Ziel vor allem, das Schiff bei den Einschaltquoten auf Kurs zu halten.

Die Geschichten in den ersten drei Jahren der Voyager sind oftmals einfallslos, mit dem Weltraumphänomen der Woche als Thema. Dass das nach mehreren Hundert Star-Trek-Episoden nicht mehr begeistern konnte, stellten die Macher bald fest - und ließen die Voyager doch noch deutlich Fahrt aufnehmen.

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Neuro-Chef 26. Mär 2020

ansonsten habe ich Voyager beim erneuten Anschauen letztes Jahr wieder sehr genossen. Und...

LH 20. Mär 2020

Das ändern einer Figur ist "mentale Gewalt"? Albern. Einfach albern. Wer eine Geschichte...

LH 18. Mär 2020

Wohl leider war, zumal man als Showrunner von DW am Ende auch wenig Anerkennung, aber...

LH 18. Mär 2020

So wirklich groß ist das Schiff ja nicht, und als Transporter - was es wohl sein soll...

Trockenobst 18. Mär 2020

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