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Star Trek: Vor 20 Jahren wurde die Serie The Final Frontier entwickelt

Fun Fact
Die zweite Zeichentrickserie zu Star Trek hätte nach dem Ende von Star Trek: Enterprise kommen sollen.
/ Peter Osteried
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Zwei Jahre war die Serie Star Trek: The Final Frontier in Entwicklung - dann wurde ihr der Stecker gezogen. (Bild: Paramount)
Zwei Jahre war die Serie Star Trek: The Final Frontier in Entwicklung - dann wurde ihr der Stecker gezogen. Bild: Paramount

Nach dem Ende von Star Trek: Enterprise ist mehr als ein Jahrzehnt vergangen, in dem Star Trek nur in Form der von J.J. Abrams gestarteten Kelvin-Filme existierte. Doch im Jahr 2005 wurde an einem anderen Projekt gearbeitet – der Serie Star Trek: The Final Frontier(öffnet im neuen Fenster) . Sie hätte nach der Serie von 1973 die zweite Zeichentrickserie werden sollen – allerdings mit einem neuen Schiff, einer neuen Crew und zeitlich nach Star Trek: Voyager, deren letzte Folge im Jahr 2378 angesiedelt war.

Auf in die Zukunft

Die Geschichte sollte im Jahr 2528 spielen – einige Jahrzehnte, nachdem eine unbekannte Partei einen Krieg zwischen der Föderation und dem Romulanischen Imperium heraufbeschworen hatte, der in den 2460er Jahren endete. Weite Teile der Galaxis wurden durch diesen Krieg und wegen sogenannter Omega-Raumfelder zum Sperrgebiet. Die Föderation zerbrach, die klingonische Heimatwelt fiel an die Romulaner, Andoria wurde vernichtet und die Vulkanier schlossen sich dem Romulanischen Reich an. Das war die Ausgangslage für Star Trek: The Final Frontier, in der eine neue Enterprise unter dem Kommando von Alexander Chase versuchen sollte, die Föderation zu alter Stärke zurückzubringen.

Die Serie befand sich von 2005 bis 2007 in der Entwicklungsphase. Hierfür verantwortlich waren David Rossi, Doug Mirabello und José Muñoz. Zunächst sollten sie Drehbücher für fünf etwa fünfminütige Episoden entwickeln. Diese sollten auf der offiziellen Star-Trek-Website veröffentlicht werden, anschließend sollte eine eigene Serie folgen. Doch mit Beginn der Entwicklung von J.J. Abrams' erstem Kinofilm wurde das Projekt auf Eis gelegt.

Für das Design der Figuren war Jeff Parker verantwortlich, für das Design der Enterprise (diesmal ein Schiff der Bismarck-Klasse) entwickelte Michael Okuda einige Ideen. Die Grundform blieb erhalten, die Untertassensektion sollte jedoch nicht mehr kreisrund, sondern eher dem Kopf eines Hammerhais entsprechen. Der Look der Serie hätte an die klassische Show erinnern sollen – gerade auch bei der Farbgebung der Kostüme.

Eine verschenkte Chance

Doch aus Star Trek: The Final Frontier wurde nichts, das Projekt wurde gestrichen. Schade, denn die grundsätzliche Idee war gut. Und das Franchise hätte dorthin geführt, wo es über viele Jahre nicht mehr hinkam: in die Zukunft. Denn bis zum Start von Star Trek: Picard im Jahr 2020 gab es keinen Film und keine Serie mehr, die nach Star Trek: Voyager spielte. Die Idee einer in Stücke geschlagenen Föderation übernahm später Star Trek: Discovery – als die Serie den Sprung von fast 1000 Jahren in die Zukunft machte.


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