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Star Trek TNG: Picard-Manöver besteht wissenschaftliche Prüfung

In Star Trek TNG nutzt Captain Picard den Warpantrieb für einen gewagten Trick. Ein Physiker zeigt nun, dass er sogar noch besser funktioniert.
/ Mario Petzold
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Die doppelte Stargazer nach dem Picard-Manöver (Bild: Paramount Pictures)
Die doppelte Stargazer nach dem Picard-Manöver Bild: Paramount Pictures

Der brasilianische Physiker Níckolas de Aguiar Alves hat sich in einer wissenschaftlichen Abhandlung mit der Wirksamkeit des sogenannten Picard-Manövers beschäftigt. Seine Überlegungen zeigen, dass das Flugmanöver, bei dem ein Raumschiff dank Warpantrieb sein eigenes Abbild überholt, funktioniert.

Es ist sogar noch effektiver, als in der Folge "Die Schlacht von Maxia", der neunten Folge der ersten Staffel, dargestellt wird. Das Paper wurde im American Journal of Physics(öffnet im neuen Fenster) eingereicht, aber noch nicht unabhängig bewertet.

In der genannten Episode ist ein Rückblick in die Zeit zu sehen, in der Jean-Luc Picard noch Captain der Stargazer war. In einer aussichtslosen Situation während eines Kampfes beschleunigte er das Schiff auf Überlichtgeschwindigkeit. So sollten anschließend zwei Abbilder des Raumschiffs zu sehen sein, um das feindliche Schiff zu täuschen.

Diagramm zeigt überraschende Lösung

Der Physiker De Aguiar Alves wertete das Manöver mit einem Raumzeitdiagramm aus, auch als Minkowski-Diagramm(öffnet im neuen Fenster) bekannt. Dabei handelt es sich um eine zweidimensionale Darstellung, in der der Raum nur eine Dimension aufweist.

Damit lassen sich Bewegungen verschiedener Beobachter untereinander darstellen. Aussagen aus der Relativitätstheorie wie die Zeitdilatation lassen sich anhand der überraschend einfachen Darstellung nachvollziehen.

Weil das Raumschiff Picards, die Stargazer, beschleunigt und abbremst, zeigt sich aber, dass der Beobachter, in diesem Fall das feindliche Schiff der Ferengi, nicht zwei Abbilder, sondern durch die zweifache Beschleunigungsbewegung insgesamt drei gegnerische Raumschiffe sehen muss. Demnach wäre das Manöver mit zwei falschen und nur einer tatsächlichen Abbildung noch effektiver als in der Serie ursprünglich gezeigt. Das Diagramm findet sich auf Seite 3 des öffentlich zugänglichen Papers(öffnet im neuen Fenster).

Reale Beobachtungen als Grundlage

Auch wenn Geschwindigkeiten jenseits der Lichtgeschwindigkeit nicht möglich sind, gibt es real existierende Fälle, die die Überlegung stützen. Licht in einem Medium wie Wasser ist langsamer als Licht im Vakuum.

In speziellen Anordnungen, zum Beispiel im Kühlwasser eines Kernreaktors, können Partikel emittiert werden, die sich schneller als Licht bewegen. Der Effekt ist bekannt als Tscherenkow-Strahlung(öffnet im neuen Fenster), die sich in Form eines blauen Leuchtens beobachten lässt.


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