Star Trek: Spannende Fan-Filme aus Deutschland

Zu praktisch jedem Franchise gibt es eine Fan-Filmszene – auch zu Star Trek. Die ist in Deutschland überraschend lebendig und geht bereits auf die 90er Jahre zurück. Damals schickte Robert Amper sein Raumschiff Highlander erstmals ins Rennen und ließ bis 2021 fünf Teile folgen. Auch Borg War wurde in dem Jahrzehnt begonnen, der erste Film der Trilogie wurde 1994 veröffentlicht.
All diesen Filmen ist gemein, dass sie mit kleinem Budget, aber sehr viel Enthusiasmus und Passion produziert wurden. Sicher: Inter der Vergangenheit waren die Kulissen nicht immer überzeugend, die Uniformen saßen nicht bei jedem, auch die Effekte waren eher bescheiden.
All das hat sich aber im Lauf der Jahrzehnte mit neuer Technik verändert. Fan-Filme können heute fast schon wie die echten Filme aussehen, mit tollen Designs, schönen Effekten und guten Kulissen. Zwei Produktionen stechen dabei in letzter Zeit heraus.
Das Raumschiff Loreley
Kern der Star-Trek-Filme von Loreley Productions(öffnet im neuen Fenster) ist das Raumschiff Loreley, ein altes Schiff der Kelvin-Klasse, wie es zu Beginn des Kinofilms von 2009 zu sehen war. Die Loreley ist somit im Kelvin-Universum beheimatet, das mit eben diesem Reboot gestartet wurde und parallel zur Hauptzeitlinie existiert.
Damit gehen einige Freiheiten einher, da sich die Ereignisse in der Kelvin-Zeitlinie von denen unterscheiden können, die aus dem bisherigen Star-Trek-Universum bekannt sind. Die Gruppe hinter den Loreley-Filmen setzt bewusst auf neue Geschichten mit neuen Figuren, die allesamt eines nicht sein sollen: die Elite der Sternenflotte. Hier geht es nicht um die Rettung des Universums, das wird der Crew von Enterprise und Co. überlassen.
Aus dem Ganzen wurde ein Dreiteiler. Der erste Teil mit dem Titel Kommandoübernahme aus dem Jahr 2022 war noch vergleichsweise klein, mit nur gut zehn Minuten Laufzeit. Bei den Fortsetzungen Monster und Erstkontakt waren es 50 und 40 Minuten – zusammen ergibt das ein spielfilmlanges Abenteuer.
Im ersten Teil steht ein frisch ernannter Captain kurz davor, das Kommando über sein neues Schiff zu übernehmen. Zuvor muss er sich jedoch auf einen Planeten beamen, dort die argwöhnische Bordärztin ausfindig machen, sie davon überzeugen, ihn für diensttauglich zu erklären – und den gesamten Trip auch noch überleben.
Im zweiten Teil bricht die Crew der Loreley ihre Forschungsmission ab, um einem Notruf zu folgen, und findet sich bald in einer Situation auf Leben und Tod wieder. Im dritten Teil erhält die Loreley den Auftrag, einen verdächtigen Vorfall in einer abgelegenen Minenkolonie zu untersuchen. Kurz nach ihrer Ankunft beginnen die Ereignisse rasch zu eskalieren.
Geschrieben und inszeniert wurden die Filme von Benjamin Schulz, Heiko Thies, Clara Folkens und Dennis Strauß.
Filme von der Euderion-Crew
Weitere Filme gibt es von der Fan-Gruppe Euderion(öffnet im neuen Fenster) , die fester Bestandteil der deutschen Star-Trek-Fanszene ist. Die Berliner Gruppe hat ihr eigenes Star-Trek-Universum entwickelt und setzt es in selbstproduzierten Fan-Filmen um.



