Star-Trek-Showrunner: "Fan-Service kann echt nervig sein"
Seit sieben Jahren leitet Alex Kurtzman die Geschicke von Star Trek im Fernseh- und Streamingbereich. Bei einem Emmy FYC Event für Discovery und Strange New Worlds sprach Kurtzman mit VFX-Supervisor Jason Zimmerman über das Thema Fan-Service – und wann der zu viel ist (komplettes Video bei Indiewire(öffnet im neuen Fenster) ).
Ausgangspunkt war, dass in der fünften Staffel von Discovery die Breen und in der zweiten Staffel von Strange New Worlds die Gorn die Schurken sind – Spezies, die in Star Trek: Deep Space Nine und in der originalen Serie debütierten. Was puren Fan-Service betrifft, meinte Kurtzman: "Fan-Service kann echt nervig sein."
Wann ist Fan-Service einfach zu viel?
Er erklärte, dass es im Autorenraum sehr viele Gespräche darüber gebe, ob eine Referenz für die Geschichte notwendig sei oder man darauf verzichten könne. Er sagte, dass die Breen für das, was in der fünften Staffel von Discovery notwendig war, ideal waren – auch und gerade, weil man hier mehr über die geheimnisvolle Spezies erfahren konnte.
"Wenn man so etwas falsch angeht und man diesem Element keine Tiefe verleihen kann, dann fühlt es sich merkwürdig an und erreicht das Gegenteil dessen, was man angestrebt hat. Es muss einen guten Grund geben" , sagte Kurtzman. Die Breen seien nicht wirklich Fan-Service gewesen.
Die Notwendigkeit von Fan-Service, der keiner ist
Das Gleiche gilt damit auch, wenn eine Figur wie Scotty in Strange New Worlds eingeführt wird. Natürlich ist das für Fans aufregend – es erfüllt aber auch einen Zweck, weil die Serie in ihrem Verlauf praktisch immer mehr auf den Anfang der klassischen Serie aus den 1960er Jahren hinführen muss. Darum tauchen Figuren wie Kirk und Scotty in der Serie auf und werden zu einem immer wichtigeren Element.
Man könnte die Enthüllung von David Cronenberg als Agent Daniels aus Star Trek: Enterprise ebenso als Fan-Service betrachten. Aber: Diese Enthüllung verfolgt auch einen Sinn, sie verbindet nicht nur verschiedene Star-Trek-Serien, sondern öffnet das Potenzial für weitere Geschichten – mit und ohne Discovery.
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