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Star Trek: Netflix bestellt keine dritte Staffel von Prodigy

Es hätte so schön sein können, nachdem Star Trek: Prodigy von Netflix gerettet wurde, aber der Streamer hat sich gegen eine Fortführung der Serie entschieden.
/ Peter Osteried
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Keine weiteren Abenteuer mit der Crew der U.S.S. Protostar (Bild: Paramount)
Keine weiteren Abenteuer mit der Crew der U.S.S. Protostar Bild: Paramount

Als Paramount+ begann, Kosten einzusparen, traf es mit Star Trek: Prodigy auch eine Serie des erfolgreichsten Franchise des Streamers. Die erste Staffel wurde vom Streamingdienst entfernt, die zweite gar nicht gezeigt. Netflix erwarb die Lizenz für beide Staffeln, zeigte zuerst die erste Staffel und dann Mitte 2024 auch die zweite Staffel. Laut What's on Netflix(öffnet im neuen Fenster) hat der Streamingdienst sich aber dagegen entschieden, eine dritte Staffel zu bestellen.

Zu wenige Zuschauer

Der Grund liegt in den Zahlen. Star Trek: Prodigy war für Netflix nicht erfolgreich genug. Die Serie brachte es nie in die Streaming-Charts, laut den Netflix Engagement Reports der letzten beiden Jahre brachte die Serie es nur auf 3,4 Millionen Views. Die niedrigen Zahlen mögen damit zusammenhängen, dass die Star-Trek-Show als Kindersendung vermarktet wurde, was sie natürlich auch ist, aber eben nicht nur. Erzählt werden Star-Trek-Geschichten, die auch ein erwachsenes Publikum ansprechen.

Erschwerend für die Serie kommt hinzu, dass es nur wenig Social-Media-Engagement der Fans für Star Trek: Prodigy gab. Außerdem gehört die Serie nicht Netflix. Und das Kreativteam wurde bereits aufgelöst, bevor die zweite Staffel überhaupt ausgestrahlt wurde. Man müsste jetzt also wieder von vorne beginnen, was auch einen möglichen Abschluss mit einem Animationsfilm eher unwahrscheinlich werden lässt. Die Prodigy-Schöpfer hatten diesbezüglich immer mal wieder Hoffnungen geäußert.

Die Lizenz läuft bald aus

Zudem erwarb Netflix die Lizenz für die Serie nur für 18 Monate, was heißt, dass die 40 Episoden von Star Trek: Prodigy bald das Programm des Streamingdienstes verlassen werden. Das würde wiederum bedeuten, dass Star Trek: Prodigy keinerlei Streaming-Heim mehr hat, sollte Paramount+ die Serie nicht wieder ins Programm nehmen. Zumindest gibt es beide Staffeln aber auf physischen Medien. Das ist mehr, als man von manch anderer Serie sagen kann, die von einem Streaming-Anbieter aus dem Programm genommen wurde, wie etwa Disneys Fortsetzung des Fantasy-Klassikers Willow.


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