Star Trek: James T. Kirk hatte zuerst einen anderen zweiten Vornamen
Es ist eine Kuriosität, von der die US-amerikanische Entertainment-Website Slashfilm(öffnet im neuen Fenster) berichtet: Captain James T. Kirk hat zunächst einen anderen zweiten Vornamen gehabt.
So kommt es in der zweiten Pilotfolge von Star Trek mit dem Titel Die Spitze des Eisbergs aus dem Jahr 1966 zu einer Auseinandersetzung zwischen Captain Kirk und seinem ehemaligen Freund Gary Mitchell. Mitchell, gespielt von Gary Lockwood, absorbierte kurz zuvor eine undefinierbare kosmische Energie, die ihm gottgleiche Kräfte verlieh. Er hält sich daraufhin für eine höhere Lebensform, verspottet Kirk und demonstriert seine Macht, indem er ihm sogar ein offenes Grab samt Grabstein herbeizaubert.
Der Name mit dem Initial "R"
Und genau dieser Grabstein ist die Kuriosität, denn darauf steht der Name "James R. Kirk". Fans wissen jedoch, dass der Captain offiziell James T. Kirk heißt – gespielt von William Shatner. Nach der Ausstrahlung der Folge wurde Kirks mittlerer Anfangsbuchstabe konsequent mit T angegeben. Das "R" verschwand kommentarlos aus der Serie. Endgültig festgelegt wurde der vollständige Name dann 1974 in der Zeichentrickserie. In einer Episode erklärte Kirk dort selbst, dass sein zweiter Vorname Tiberius lautet. Diese Information gilt seither als fester Bestandteil des Kanons.
Die Frage bleibt dennoch: Wie konnte Gary Mitchell, ausgestattet mit nahezu unbegrenzter Macht, einen so banalen Fehler machen? Eine offizielle Erklärung lieferte Serien-Schöpfer Gene Roddenberry. So berichtete die Autorin D. C. Fontana in einem Buch mit einigen Drehbüchern im Jahr 1991, dass Roddenberry eine einfache Antwort parat hatte, insbesondere für Fanfragen auf Conventions: Mitchell sei trotz seiner Kräfte im Kern ein Mensch geblieben – und habe sich schlicht geirrt.
Pragmatische Antwort
Und als die Folge geschrieben wurde, stand Kirks zweiter Vorname vermutlich auch noch nicht fest. Erst später entwickelte sich unter Fans ein ausgeprägtes Bewusstsein für solche Details. Roddenberry, der ab den frühen Siebzigerjahren regelmäßig auf Conventions auftrat, sah sich zunehmend mit solchen Fragen konfrontiert und legte sich offenbar pragmatische Standardantworten zurecht.
Mit dieser Erklärung im Hinterkopf lässt sich der Grabstein als menschlicher Fehler abtun – selbst bei nahezu allmächtigen Figuren. Was jedoch nie überliefert wurde: Für welchen Namen das "R" in Die Spitze des Eisbergs stehen sollte.
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