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Star Trek Infinite: Paradox verärgert verbliebene Star-Trek-Fans

Schon ein halbes Jahr nach der Veröffentlichung von Star Trek Infinite wird die Entwicklung eingestellt. Spieler machen ihrem Ärger auf Steam Luft.
/ Daniel Ziegener
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Der letzte Logbucheintrag verärgert Fans. (Bild: Paradox Interactive)
Der letzte Logbucheintrag verärgert Fans. Bild: Paradox Interactive

Paradox stellt die Entwicklung von Star Trek Infinite ein. Das im vergangenen Jahr angekündigte und veröffentlichte Strategiespiel wird damit keine weiteren Patches oder inhaltlichen Erweiterungen erhalten.

Schon am 27. März 2024 kündigte Paradox das im offiziellen Forum(öffnet im neuen Fenster) an: "Leider müssen wir euch mitteilen, dass Star Trek: Infinite keine weiteren Updates erhalten wird" , heißt es im 13. und letzten Dev Log zur Entwicklung des Spiels.

Paradox dankt in seiner Abschiedsnachricht dem Entwickler-Team von Nimble Giant, Rechteinhaber Paramount und der Community. Letztere ist weniger erfreut. Im April häuften sich negative Rezensionen auf Steam.

Steam-Käufer wurden nicht informiert

Dort ist dieser Dev-Log-Eintrag anders als vorherige bislang nicht zu finden. Wer kein aktives Mitglied auf Paradox ist, wurde bislang also nicht über die Änderungen informiert. Star Trek Infinite wird ausschließlich über Steam auf dem PC vertrieben. Der letzte Patch(öffnet im neuen Fenster) erschien im Dezember 2023.

Dass die Entwicklung "für ein unfertiges Spiel eingestellt wurde, das sich durch und durch unfertig anfühlt, ist ein Affront gegenüber den Käufern" , schreibt ein Nutzer. Ein anderer merkt an, dass er erst über einen Bericht auf Rock Paper Shotgun(öffnet im neuen Fenster) von der Meldung erfuhr - nicht von Paradox selbst.

Star Trek Infinite war ein galaktischer Flop

Überraschend kommt die Einstellung der Arbeit beim Blick auf die Verkaufszahlen nicht. Star Trek Infinite konnte seit dem Launch keine nennenswerten Spielerzahlen auf die Brücke locken. Zum Launch im Oktober 2023 erreichte das Spiel eine Höchstzahl von gerade einmal 4.752 gleichzeitigen Spielern(öffnet im neuen Fenster) . Im März 2024 starteten durchschnittlich nicht einmal 100 Käufer den Titel gleichzeitig.

Üblicherweise setzt Paradox bei seinen Strategiespielen wie Stellaris oder Crusader Kings auf Langlebigkeit und monetarisiert sie mit Updates und kostenpflichtigen DLC (g+).


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