Star Trek III: Ohne den dritten Film hätte es ein Khan-Spin-off gegeben

Der Zorn des Khan ist der beliebteste Star-Trek-Film aller Zeiten. Gedreht wurde er nicht, weil der erste Teil so gut ankam, sondern um richtig zu machen, was dort schiefgelaufen war – und das mit deutlich niedrigerem Budget. Leonard Nimoy war unwillig, wieder Spock zu sein und bestand darauf, dass seine Figur am Ende sterben müsse.
Schon während der Dreharbeiten überdachte er das – zumindest theoretisch, weswegen die kurze "Nicht vergessen"-Einstellung, in der Spock mit McCoy eine Gedankenverschmelzung eingeht, eingebaut wurde. Das wurde die Basis für den dritten Teil, der nach dem Erfolg des zweiten praktisch sicher war(öffnet im neuen Fenster) .
Aber es gab durchaus Pläne, Star Trek in eine ganz andere Richtung zu lenken. Das erzählt Unit Publicist Eddie Egan im Buch The Fifty-Year Mission von Edward Gross und Mark Altmann. Demnach wollte Produzent Harve Bennett ein Prequel produzieren, das erzählen sollte, was zwischen Khans letztem Moment in der klassischen Folge Der schlafende Tiger und dem Film Der Zorn des Khan passiert war.
Zu dem Zweck schrieb Bennett ein Treatment mit dem Titel Star Trek: Prison Planet. Ricardo Montalban hätte Khan erneut spielen sollen. Aus dem Projekt wurde aber nichts, weil Paramount sich dafür entschied, lieber Star Trek III zu priorisieren. Heutzutage hätte man wohl beide Ideen umgesetzt, die eine eben für einen Streamingdienst.
Im Jahr 2021 wäre es dann doch fast noch zu einer Khan-Miniserie gekommen. Ceti Alpha V wurde von Nicholas Meyer vorgeschlagen. Zeitweise hieß es, die Serie würde bald produziert, dann zerfiel das Projekt und wurde als Hörspiel neu angegangen. Mehr über Khan erfährt man indes nur in den Roman- und Comic-Tie-ins. Verschiedene Romane und Comics nehmen sich der Vorgeschichte von Khan an, bevor er die Erde verließ und zu Kirks großem Erzfeind wurde.
Im Kino tauchte Khan in Star Trek: Into Darkness noch einmal auf, gespielt von Benedict Cumberbatch konnte man sich aber nur schwer vorstellen, dass dies die Figur sein sollte, die Ricardo Montalban einst spielte.