Star-Trek-Experte: "Star Trek zeigt uns eine Zukunft, die erstrebenswert ist"

Hubert Zitt gilt als einer der größten Star-Trek-Experten Deutschlands. Er schätzt Discovery und Picard ebenso wie die alten Serien - und hat eine Sternwarte als R2-D2 bemalt.

Ein Interview von veröffentlicht am
Hubert Zitt bei einem Vortrag
Hubert Zitt bei einem Vortrag (Bild: Andreas Tamme/Startrekvorlesung)

Star Trek gehört seit fast 60 Jahren fest zur Science-Fiction-Welt. Angefangen mit Raumschiff Enterprise bis hin zur jüngsten Serie Lower Decks hat sich das Franchise über die Jahrzehnte immer wieder neu erfunden - mal zur Freude der Fans, mal eher nicht. Immer im Vordergrund standen ein friedfertiges Miteinander und die realistische Darstellung von Technik.

Der Technik in Star Trek verschrieben hat sich Hubert Zitt, Dozent an der Hochschule Kaiserslautern am Campus in Zweibrücken. Dort lehrt er im Fachbereich Informatik und Mikrosystemtechnik, privat beschäftigt er sich mit den technischen Errungenschaften in Star Trek und deren möglicher Umsetzung in der heutigen Zeit.

Sein Interesse an den physikalisch-theoretischen Hintergründen von Warp-Antrieb, Beamen und Phasern teilt er: Seit 1996 hält Zitt Neujahrs- und Weihnachtsvorlesungen sowie Vorträge an Universitäten und auf Veranstaltungen, in denen er die Themen Technik und Star Trek wissenschaftlich auf verständliche Weise miteinander verbindet.

Seit 2005 ist er auch regelmäßiger Gast auf der Fedcon und gilt als einer der bekanntesten deutschsprachigen Experten für die Technik von Star Trek und deren Auswirkungen auf die reale Welt. Kurz nach seiner jüngsten Neujahrsvorlesung treffen wir uns mit Zitt zum Videointerview und sprechen über die neuen Serien, die Veränderungen im Laufe der Jahre - sowie über eine R2D2-Sternwarte.

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Golem.de: Herr Zitt, am 8. September 1966 lief die erste Folge von Raumschiff Enterprise im US-Fernsehen. Ab 1972 war die Sendung von Gene Roddenberry auch in Deutschland im ZDF zu sehen. Was macht nach fast 60 Jahren immer noch die Faszination an Star Trek aus?

Hubert Zitt: Das liegt, glaube ich, daran, dass Star Trek uns immer noch eine Zukunft zeigt, die erstrebenswert ist. Also etwas, worauf wir uns freuen können. Seit dem Tod von Gene Roddenberry ist das aber ein bisschen in eine andere Richtung gegangen. Man will viele Zuschauer erreichen und fährt auf dem Mainstream mit, mit düsteren Dingen und Kriegen usw. Das ist eigentlich nicht ganz mein Star Trek, aber trotzdem steckt da auch ganz viel Hoffnung drin.

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Viele Leute begeistert und fasziniert die Art und Weise, wie in der Zukunft miteinander umgegangen wird und wie sich die Technik weiterentwickelt. Es gibt Fans, die die alten Serien mit Diplomatie mögen und auch die den Tiefgang der Dialoge zu schätzen wissen. Und es gibt parallel die neuen Fans, die auf tolle Effekte stehen, denen ein längeres Gespräch im Film jetzt nicht so gefällt.

Neue Fans beurteilen eine Fernsehsendung nach ganz anderen Kriterien als damals bei der Originalserie. Ich will nicht sagen, dass das besser oder schlechter ist. Es ist anders, aber jeder wird da so ein bisschen bedient. Es gibt aber auch bei den neuen Serien immer noch ganz viele tiefgehende Dinge, die mich zum Nachdenken bringen. Ich habe mir jetzt gerade Discovery und Picard nochmal angeschaut, im Hinblick darauf was sich zum Beispiel an der Technik geändert hat. Und die Dinge wurden weitergedacht.

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cuthbert34 19. Feb 2021

Also ich empfinde das gar nicht so. Ich habe es schon an anderer Stelle geschrieben, aber...

Salzbretzel 19. Feb 2021

*lach* Keine Angst, ich kenne das Problem das ein spezielles Detail einem das ganze Werk...

/mecki78 19. Feb 2021

Du hast Leistung nicht verstanden. Erschafft eine Krankenschwester 2000 Arbeitsplätze...

CptData 18. Feb 2021

Das war, bevor es "erwachsen" wurde und jeder Optimismus gestrichten wurde zugunsten...

wolf.duttlinger 18. Feb 2021

Geil! Kauf ich. Sofort. Wo gibt's das??? :-D



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