Star Trek: Enterprise: Fast hätte Shatner einen Gastauftritt gehabt - als Schurke

Star Trek: Enterprise spielt vor allen anderen Serien und vor der Gründung der Föderation. Die Serie um Captain Archer und die erste Enterprise brachte es auf nur vier Staffeln. Im letzten Jahr übernahm Autor Manny Coto als Showrunner. In einem Buch werden Aussagen des im Juli 2023 Verstorbenen veröffentlicht, wie er in dieser Staffel William Shatner als Captain James T. Kirk zurückbringen(öffnet im neuen Fenster) wollte.
Kirk war eine Dekade zuvor in Star Trek: Treffen der Generationen gestorben. In den Romanen lebte er fort, weil Shatner ihn zusammen mit Judith und Garfield Reeves-Stevens wiedererweckte. Sie hatten auch eine Idee, wie Kirk bei Star Trek: Enterprise dabei sein könnte – als Gegner von Jonathan Archer.
In dem im März dieses Jahres erschienenen Buch The Center Seat: 55 Years of Star Trek(öffnet im neuen Fenster) erzählt Manny Coto: "Die Idee war, dass es eine Episode zum Thema Spiegeluniversum sein sollte. In der Originalserie gibt es die Folge Ein Parallel-Universum. In der hatte der böse Kirk ein Gerät, das Tantalus-Feld genannt wurde, mit dem man per Knopfdruck seine Feinde verschwinden lassen konnte."
Die Frage sei nun gewesen: Was wäre, wenn dieses Feld jeden, der gegen ihn war, in eine Art Taschenuniversum transportiert hätte? "Am Ende der Original-Episode wird angedeutet, dass der gute Kirk den bösen Spock davon überzeugt hat, das Kommando vom bösen Kirk zu übernehmen. Spock erfährt auch von dem Tantalusfeld. Man hätte also vermuten können, dass der böse Spock am Ende Kirk zum Tantalusfeld geschickt und das Kommando über die Enterprise übernommen hätte," erklärte Coto.
Es gebe dann also das Taschenuniversum, "in dem der Böse, den wir Tiberius Kirk nannten, irgendwie mit anderen Leuten gestrandet ist, die der böse Spock verbannt hat. Was wäre nun, wenn Archer und die Enterprise in dieses Taschenuniversum stolpern würden und der böse Tiberius Kirk wäre jetzt ein älterer Mann, der die Kontrolle über die Enterprise übernehmen und ausbrechen will? Es wäre also der böse Kirk, William Shatner, der versucht, die Enterprise mit anderen Untergebenen, die dort gefangen waren, zu übernehmen."
Paramount entschied sich dagegen. Als Grund wurde die Gagenforderung von William Shatner genannt. Auch Produzent Rick Berman erklärte, dass man sich Shatner nicht leisten konnte.
Coto wiederum glaubt, dass man bei Paramount die ungeliebte Serie loswerden wollte – und Shatner zurückzubringen, hätte sie ja vielleicht retten können.



