Star Trek, Doctor Who, Buffy, Stargate: Ein schlechtes Jahr für die großen Franchises
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Der Regisseur Christopher Nolan glaubt daran, dass im Kino der Schlüssel zum Erfolg der Mut ist, Risiken einzugehen und Geschichten zu erzählen, die bisher nicht oft erzählt wurden. Das eigene Werk sieht Nolan nach den Batman-Filmen in einer Post-Franchise-Ära(öffnet im neuen Fenster).
Im Kino setzen derweil die großen Studios weiter auf Franchises, auf Star Wars, auf Marvel, auf DC. Und alle werden enttäuscht. Die jeweils aktuellen Filme dieser Franchises liefen unter den Erwartungen und sind von den finanziellen Höhenflügen der Vergangenheit weit entfernt.
Warum? Weil das Publikum etwas Neues sehen will. Dafür sind die phänomenalen Erfolge der beiden Horrorfilme Obsession und Backrooms in diesem Jahr ein gutes Beispiel.
Nolan glaubt nicht per se, dass Franchises nicht überlebensfähig seien, er findet nur, dass das Angebot im Kino zwischen bekannter Marke und neuem Material ausgewogen sein müsse. Nolans Ansatz kann aber auch so interpretiert werden, dass die großen Franchises gerade im Niedergang sind.
Gründe gibt es viele. Bei The Mandalorian & Grogu wurde gesagt, dass die Gen Z keine große Verbindung(öffnet im neuen Fenster) mehr zu Star Wars habe als frühere Generationen.
Als Erklärung dafür, warum gerade 2026 zum Jahr des großen Franchise-Sterbens wird, taugt dies nicht. Vier Franchises hat es erwischt: Star Trek, Doctor Who, Buffy und Stargate.
Der langsame Tod auf Raten
Bei Star Trek mag die Verkündung des Endes verfrüht scheinen, denn im Jahr 2027 kommen noch die fünfte Staffel von Star Trek: Strange New Worlds und die zweite Staffel von Star Trek: Starfleet Academy. Die soll aber, wie man hört, mit einem Cliffhanger enden, der langfristig wohl keine Auflösung erfährt.
Nach dem goldenen Streaming-Zeitalter, in dem Star Trek über fast zehn Jahre mit einer Vielzahl unterschiedlicher Serien präsent war, ist bald Schluss. Neue Serien befinden sich nicht in Entwicklung, sodass eine Rückkehr ins Fernsehen allenfalls mittelfristig zu erwarten ist.
Dass Paramount die Einstellung der beiden neuen Serien just im Jahr des 60. Jubiläums des Franchise bekanntgab, hat eine bittere Note. Man könnte den Eindruck gewinnen, dass Paramount nicht mehr an das Franchise glaubt, zumindest nicht in der neuen Streaming-Logik, in der teuer produzierte Serien eine bestimmte Menge an neuen Abonnenten generieren müssen.
Dass die Meinungen in der Fanbase stark auseinandergehen, mag hinzukommen: Die einen lehnen Nutrek, wie es gern genannt wird, mehrheitlich ab, die anderen finden darin viel Gutes. Paramount sah sich somit der Situation wachsender Kosten, eines bei den Fans teilweise unbeliebten Franchises und eines auslaufenden Vertrags des produzierenden Alex Kurtzman gegenüber – und zog die Reißleine.
Star Trek ist jetzt an einem Punkt wie zuletzt im Jahr 2005. Wann die Rückkehr ins Fernsehen oder ins Kino gelingen wird, ist offen. Damals hat es vier Jahre gedauert, bis der J.J. Abrams' Filmreboot in die Kinos kam, aber zwölf Jahre, bis Star Trek ins TV zurückkehrte.
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