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Das nenne ich mal furchterregende Klingonen.
Das nenne ich mal furchterregende Klingonen. (Bild: CBS)

Düstere Klingonen wollen Stunk

Der Fokus der neuen Serie liegt auf dem Konflikt zwischen der Föderation und dem klingonischen Reich - so viel war bereits in den Trailern zu erkennen. Die Klingonen sehen in der neuen Serie weitaus gruseliger aus als in früheren Produktionen. Mich erinnern sie stellenweise an die Remaner aus Star Trek Nemesis, dem letzten Kinofilm vor dem Relaunch des Franchise mit J. J. Abrams. Auch diese hatten dunkle Augenhöhlen, spitze Zähne und weit offen liegende Nasenlöcher.

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  • Die Klingonen in Discovery sehen merklich düsterer aus als in früheren Produktionen. (Bild: CBS)
  • Sonequa Martin-Green als Michael Burnham (Bild: Screenshot/CBS)
  • Doug Jones als Lieutenant Saru (Bild: Screenshot/CBS)
  • Die Brücke des in den Pilotfolgen gezeigten Schiffes (Bild: Screenshot/CBS)
  • Düstere Klingonen (Bild: CBS)
Die Klingonen in Discovery sehen merklich düsterer aus als in früheren Produktionen. (Bild: CBS)

Für Freunde der klingonischen Sprache sind die ersten beiden Folgen von Discovery ein Fest: So viel Klingonisch habe ich in einer offiziellen Star-Trek-Produktion noch nie gehört. Dass Klingonen untereinander klingonisch reden, ist für mich dabei folgerichtig - der in früheren Produktionen häufig erlebte Wechsel von Klingonisch zu Englisch ist natürlich eigentlich Quatsch. Auch die Einblicke in die Kultur der Klingonen sind gelungen, beispielsweise der Totenkult oder die hierarchische Ordnung der Gesellschaft, die Andersartige ausstößt.

Mit der Fokussierung auf die Reinhaltung der klingonischen Rasse und deren Abschottung sowie mit den unvereinbar scheinenden Unterschieden zwischen Föderation und Klingonen spielen die Macher von Discovery wissentlich auf die Situation in den USA an, wie sie in einem Interview erklären. Das ist eine interessante Parallele zur originalen Star-Trek-Serie, die nicht nur grundsätzlich eine vor dem Hintergrund des Kalten Krieges damals ebenfalls aktuelle politische Situation aufgriff, sondern zusätzlich noch immer wieder politische und gesellschaftliche Themen der Zeit behandelte - wie etwa die Rassenfrage. Ich bin gespannt, ob die neue Serie auch in späteren Folgen politisch Stellung nehmen wird.

Pilot deutet Story nur an

Im Piloten von Discovery geht es neben der Darlegung der Seriengrundlage (Konflikt mit den Klingonen) auch darum, die Charaktere einzuführen. Im Mittelpunkt der Serie steht die Sternenflottenoffizierin Michael Burnham, gespielt von der aus der Erfolgsserie The Walking Dead bekannten Schauspielerin Sonequa Martin-Green.

Martin-Green deutet bereits in den ersten Folgen, trotz schnellen Storytellings, die Richtung ihrer Rolle an. Burnham ist aufgrund ihrer vulkanischen Erziehung ein von inneren Konflikten getriebener Mensch, der zwischen vulkanischer Logik und menschlichen Gefühlen festhängt. Das ist eine interessante Drehung der in der ursprünglichen Serie, bei Voyager und auch Enterprise stets vorhandenen Problematik eines Vulkaniers, der mit menschlichen Gefühlen zu kämpfen hat.

Auch Lieutenant Saru, ein Kelpianer, deutet kurz eine interessante Hintergrundgeschichte an, die hoffentlich noch ausgebaut wird. Ich hoffe, dass die Macher von Discovery die Möglichkeiten einer Serie nutzen, um die Charaktere zu entwickeln. In der Geschichte von Star Trek war dies nicht immer der Fall, etwa bei Voyager (Stichwort: Harry Kim).

Manche Charaktere wirken noch blass

Im Piloten von Discovery erwecken nicht alle Charaktere Interesse: Einige wirken in den ersten beiden Folgen noch blass und lesen mehr oder weniger Daten von Monitoren ab. Nach den ersten beiden Folgen will ich hier allerdings noch kein abschließendes Urteil fällen. Ohne nähere Details nennen zu wollen, spielen in den beiden Pilotfolgen übrigens auch im Trailer prominent platzierte Charaktere mit, die im Laufe der Serie keine aktive Rolle mehr spielen dürften.

Die Fokussierung der Serie auf den Konflikt mit den Klingonen halte ich für folgerichtig: Dieser Teil wurde in den bisherigen Serien eher angedeutet. In der Originalserie waren die Klingonen automatisch der Bösewicht, in Next Generation häufig auch; in Voyager kam die Rasse nur am Rande vor. Enterprise hat die Klingonen erstmals gut ins Storytelling eingebunden, der spätere Konflikt war aufgrund des anderen Zeitrahmens aber noch nicht absehbar. In den Filmen wurden die Zuschauer auch vor vollendete Tatsachen gestellt - die Klingonen waren erst einmal der Feind, irgendwann beruhigten sich die Beziehungen dann. Es wird spannend zu sehen, wie CBS diese Handlung aufzieht.

Etwas Vorwissen ist hilfreich

So sehr mich die ersten beiden Folgen von Discovery begeistern, muss ich zugeben, dass sich die Serie eher an Fans des Star-Trek-Franchises richtet als an Neulinge. Wer bisher noch nichts mit Star Trek am Hut hatte, wird Probleme haben, die Zusammenhänge zu verstehen. Wer ist Kahless? Warum reden die mit den spitzen Ohren so komisch? Warum ballert die Föderation nicht einfach drauflos?

Das lag am Zeitrahmen: Enterprise startet ungefähr am Anfang der Galaxienerkundung der Föderation. Entsprechend konnten die Macher der Serie die Struktur der Föderation, die Position und Macht der Vulkanier und auch die technischen Aspekte in die Erzählung einbauen. Interessanterweise spielt die Technik in der neuen Serie bisher noch keine große Rolle, außer in einem Minidialog zur Beam-Technologie. Mal sehen, ob sich das noch ändert.

Dass Discovery etwas spezieller ist, muss nichts Schlechtes für die Serie bedeuten. Sie ist sowohl in den USA als auch außerhalb ausschließlich gegen Bezahlung und nicht im Fernsehen verfügbar. Entsprechend dürften sich auch nur Zuschauer die Serie anschauen, die ein Interesse daran haben. Zudem gibt es hervorragende Onlinequellen, bei denen nachgeschlagen werden kann.

Pay-per-View-Modell zahlt sich hoffentlich aus

Alles in allem macht Discovery bei mir Lust auf mehr - und verursacht nach den beiden Pilotfolgen auch eine gewisse Erleichterung, dass CBS den Neustart von Star Trek im Serienformat nicht verhunzt hat. Ich hoffe, dass sich CBS' Ausstrahlungsmodell auszahlt und die Serie nicht wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit ein schnelles Ende findet. Auf diese Weise endete beispielsweise Enterprise nach nur vier Staffeln.

Star Trek Discovery wird in Deutschland auf Netflix ausgestrahlt. Jeden Montag erscheint eine neue Folge.

 Star Trek Discovery angeschaut: Star Trek - eine neue Hoffnung

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Vielfalt 23. Okt 2017

Sonst würden ihm due Uniformen vertraut vorkommen und es würde ihn mächtig aufregen, was...

Kakiss 09. Okt 2017

Also ich hab jetzt bei der vierten Folge abgebrochen. Die Handlung ist ok, die Charaktere...

ManMashine 03. Okt 2017

Ja, dass lag daran dass wir hier von Composite Video im Studiobereich auf einem...

quineloe 01. Okt 2017

" Learned said that her parents never explained why she received a masculine first name...

Kakiss 01. Okt 2017

Also ich fand die zwei Folgen jetzt ganz gut, besser als die ersten Folgen mit Picard...



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