Star Trek: Die Hintergründe der Section 31

Eingeführt wurde die Section 31 – im Deutschen die Sektion 31 – in der Folge Inquisition in der sechsten Staffel von Star Trek : Deep Space Nine. Das war im Jahr 1998. Seitdem hat sich viel getan.
Der geheime Geheimdienst
Die Sektion 31 ist eine Geheimdienstabteilung der Föderation – getrennt von der öffentlich bekannten Geheimdienstabteilung der Sternenflotte -, die als Black-Ops-Organisation mit dem Auftrag fungiert, gegen existenzielle Bedrohungen für die Föderation vorzugehen. Die Sektion 31 wurde nach einer Klausel in der Charta der Sternenflotte benannt, die außergewöhnliche Maßnahmen bei extremen Bedrohungen zuließ. Sie agierte ohne offizielles Wissen oder Anleitung der Föderation oder der Sternenflotte im Allgemeinen und führte im Laufe der Geschichte der Sternenflotte Auftragsmorde, Täuschungsmanöver und Spionageabwehr durch.
Obwohl Sektion 31 auf dem Höhepunkt des Dominion-Krieges in Deep Space Nine(öffnet im neuen Fenster) eingeführt wurde, tauchte sie auch in Star Trek: Enterprise und Star Trek: Discovery auf. Hier wurde auf die Wurzeln der Organisation eingegangen. Die Sektion 31 ist jedoch kontrovers aufgenommen worden, da sie Gene Roddenberrys Ansatz einer utopischen Zukunft unterläuft.
Erfunden wurde sie von Star Trek: Deep Space Nine-Produzent Ira Steven Behr. Er wollte auf die dunkleren Aspekte von Roddenberrys Utopie eingehen. Behr wurde von einer Dialogzeile inspiriert, die er in Der Maquis, Teil II geschrieben hatte, in der Commander Sisko bemerkt, dass es einfach sei, im Paradies ein Heiliger zu sein.
Die Schattenseiten des Paradieses
Behr erklärte dazu im Buch Star Trek: Deep Space Nine Companion: "Warum ist die Erde im vierundzwanzigsten Jahrhundert ein Paradies? Nun, vielleicht liegt es daran, dass jemand über sie wacht und die schmutzigen Dinge tut, an die niemand denken möchte. Natürlich ist das ein sehr kompliziertes Thema. Extrem kompliziert. Und diese Art von verdeckten Operationen sind normalerweise falsch!"
Die Sektion 31 verlieh Star Trek einen Hauch von Realismus, denn egal, wie gut die Föderation auch ist, die Existenz einer solchen Organisation – von der die Spitzen wissen müssen – ist im Grunde einfach nur sinnig.



