Star Trek - Der Film: Immer Ärger mit Roddenberry

Verworfene Drehbücher, unzufriedene Paramount-Chefs und ein zögerlicher Spock: Dass der erste Star-Trek-Film vor 40 Jahren schließlich doch in die Kinos kam, grenzt an ein Wunder. Dass er schön aussieht, noch mehr.

Artikel von Peter Osteried veröffentlicht am
Das farbenfrohe Filmposter von Star Trek: Der Film.
Das farbenfrohe Filmposter von Star Trek: Der Film. (Bild: Paramount Pictures)

Die Entstehung eines Films ist immer ein langwieriger Prozess, doch so zäh wie bei Star Trek: Der Film ist sie nur selten. Der erste Ausflug des Raumschiffs Enterprise auf die große Leinwand war ein produktionstechnischer Albtraum. Fans der ersten Stunde mussten mehr als ein Jahrzehnt darauf warten.

Was im Dezember 1979 zunächst in den USA und am 27. März 1980 dann endlich auch in der Bundesrepublik in die Kinos kam, war die lange Wartezeit aber zumindest teilweise wert: Es war weniger ein Film im Fahrwasser von Star Wars als vielmehr ein philosophischer Science-Fiction-Trip á la 2001: Odyssee im Weltraum, mit atemberaubenden Effekten.

The God Thing - abgelehnt

Die Geschichte des Films beginnt Anfang der 70er Jahre. Die Ursprungsserie, die zunächst im Fernsehen gefloppt ist, entwickelt sich mit den Wiederholungen bei zahlreichen Sendern zum Erfolg. Das spornt auch ihren Schöpfer Gene Roddenberry an: Schon 1972 spricht er von möglichen Verträgen für einen Kinofilm oder einer Wiederbelebung als Serie im Fernsehen.

Nachdem eine kurzlebige Zeichentrickserie gekommen und wieder gegangen ist, macht sich Roddenberry im Mai 1975 an die Arbeit zu einem neuen Drehbuch - nun definitiv fürs Kino. Die Dreharbeiten zu The God Thing sollen bereits im darauffolgenden Jahr beginnen. Doch Roddenberrys Idee der Suche nach Gott und der Frage nach der Existenz eines solchen Wesens stößt nicht auf sehr viel Gegenliebe beim Studio.

Neue Autoren, neue Drehbücher, neue Flops

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Daraufhin versuchen sich andere Autoren an verschiedenen Geschichten und Drehbüchern. Neben erfahrenen Star-Trek-Schreibern wie John D. F. Black kommen auch renommierte Autoren wie Harlan Ellison zum Zug, aber keine dieser Geschichten ist den Paramount-Studiobossen groß genug. Weder die Suche nach Gott noch eine schicksalhafte Veränderung der Zeitlinie, durch die reptilienartige Wesen sich zur dominanten Spezies auf der Erde entwickeln, finden Anklang.

Die endlose Suche nach einem Drehbuch verringert zusehends das Interesse bei Paramount, weiter an dem Projekt zu arbeiten. Ende 1976 nimmt es aber wieder Fahrt auf. Es wird entschieden, Star Trek: Planet of the Titans, so der neue Titel, endlich zu produzieren und möglichst im folgenden Jahr in die Kinos zu bringen.

Planet of the Titans - verworfen

Dafür werden die Autoren Chris Bryant und Allan Scott geholt, die das Drehbuch mehrfach überarbeiten und ihre Geschichte von der Suche nach dem Planeten der Titanen mal mit, mal ohne Kirk erzählen müssen, da zu jener Zeit noch unklar ist, ob William Shatner zu seiner Paraderolle zurückkehren wird.

Im ersten Quartal 1977 liegt endlich das fertige Drehbuch vor, das stößt aber erneut auf Missfallen bei Paramount. Der vorgesehene Regisseur Phil Kaufman macht sich an eine Überarbeitung, aber auch diese wird verworfen. Ohne dass die meisten Beteiligten es wissen, ist das Filmprojekt Star Trek fast schon am Ende. Denn die Führungsriege bei Paramount hat entschieden: Es wird keinen Film geben, sondern wieder eine Serie.

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Eine Enterprise ohne Spock? 
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Harddrive 29. Mär 2020

Bis einschließlich Star Trek 8 waren eigentlich alle Filme mit geraden Zahlen gut und die...

ZuWortMelder 29. Mär 2020

War sie auch- für die neue geplante Phase 2, sogar vom Grundgerüst der Klassiker; Kirk...

Hotohori 27. Mär 2020

Ist nur die Frage was in den Folgen nun wirklich von ihm stammt und was die Kompromisse...

derKlaus 27. Mär 2020

Ja, das ST-Fandom ist schon speziell. Ist aber bei Star Wars nicht anders. Denen kann...



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