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Star Trek: Der Film - Director's Cut Edition

Robert Wise war mit der Version, die in die Kinos kam, nicht zufrieden. Gut zwei Jahrzehnte später machte man sich daran, der Vision des Regisseurs mit der Director's Edition näherzukommen.

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Ziel dieses Unterfangens war es, den Film zu erschaffen, den Wise schon 1979 dem Publikum vorsetzen wollte. Der Produzent David C. Fein, der für die Restauration des Films zuständige Michael Matessino und der für die visuellen Effekte zuständige Daren Dochterman arbeiteten eng mit Wise zusammen, um sich einen Überblick darüber zu verschaffen, wie die Vision des Regisseurs bei diesem Film ausgesehen hatte. Mit Hilfe alter Skriptnotizen und Storyboards entstand so in gewisser Weise eine Blaupause, nach der sich die Arbeit richtete, um Star Trek: Der Film in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.

Man ging an den Film heran, als wäre es immer noch 1979. Zwar benutzte man neue Techniken, die sich in den vergangenen 20 Jahren entwickelt hatten, achtete aber penibel darauf, dass die Integrität des Films nicht gestört wurde. Dabei wurden auch neue Effektszenen geschaffen, die seinerzeit geplant, aber aufgrund von Zeit- und Budgetzwängen nicht hergestellt werden konnten.

6.000 Fans begutachten den neuen Film

Ein erster kurzer Ausblick auf die neue Director's Edition wurde den Fans am 1. April 2001 gewährt. Auf einer Convention in Pasadena wurde eine Reihe kurzer Clips aus der neuen Fassung gezeigt. Für weit größere Aufregung sorgte die Comic-Convention in San Diego, die Ende Juli 2001 abgehalten wurde. Zu diesem Großereignis fanden sich neben Robert Wise auch David C. Fein, Daren Dochterman und der Sound Supervisor Chuck Michael ein - und mit ihnen kamen 6.000 Fans.

Der versammelten Menge an Fans wurden 15 Minuten des Films vorgeführt, wobei sich alte mit neuen Szenen abwechselten. Wie gelungen die Einbeziehung neuer Effekte war, zeigte sich schon dadurch, dass viele nicht zu sagen wussten, ob sie nun gerade einen neuen oder einen alten Effekt sahen.

Zu sehen war bei dieser Präsentation zunächst die Angriffsszene mit den Klingonen, die den Film eröffnet. Danach folgte eine neue Version des San Franciscos aus der Zukunft und der Teil einer Szene, in der Spock entdeckt, dass V'Gers Mission nicht der Zerstörung, sondern der Kommunikation dient. Die Szene, in der die Enterprise in das massive V'Ger-Gebilde hineingezogen wird, wartet natürlich mit neu geschaffenen Effekten auf. Der Abschluss der Präsentation zeigte das stolze Sternenschiff beim Beschleunigen auf Warp-Geschwindigkeit, woraufhin das für Star Trek noch heute gültige Motto "Das menschliche Abenteuer hat gerade erst begonnen ..." zu sehen ist.

Diese Fassung gibt es auch auf DVD, auf Blu-ray wurde jedoch nur die alte Kinofassung veröffentlicht. Für eine HD-Version müsste man wieder richtig viel Geld in die Hand nehmen.

Ob aber nun Kinofassung oder Director's Cut, letztlich ist es der gleiche Film geblieben, auch wenn er in der aufpolierten Fassung vielleicht noch ein wenig schöner aussehen mag. An der Geschichte und der ausufernden Erzählweise ändert das nichts. Wer den Film in der einen Form nicht mag, wird auch der anderen nichts abgewinnen können.

Letztlich ist Star Trek: Der Film ein Werk, das als Verbindungsstück zwischen Serie und späteren Filmen funktioniert, aber es wäre wohl schwer gewesen, auf dieser Basis eine gelungene Fortsetzung zu schaffen. Es wurde Zeit für Veränderungen, die wieder zu den Wurzeln der Serie zurückführen sollten. Der Zorn des Khan sollte es schließlich richten.

Zum Weiterlesen:

Edward Gross, Mark A. Altman: Die vergessenen Abenteuer, 1995

Edward Gross, Mark A. Altman: The Fifty-Year Mission: The Complete, Uncensored, Unauthorized Oral History of Star Trek: The First 25 Years, 2016

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 Und endlich ist Star Trek: Der Film fertig!
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Harddrive 29. Mär 2020

Bis einschließlich Star Trek 8 waren eigentlich alle Filme mit geraden Zahlen gut und die...

ZuWortMelder 29. Mär 2020

War sie auch- für die neue geplante Phase 2, sogar vom Grundgerüst der Klassiker; Kirk...

Hotohori 27. Mär 2020

Ist nur die Frage was in den Folgen nun wirklich von ihm stammt und was die Kompromisse...

derKlaus 27. Mär 2020

Ja, das ST-Fandom ist schon speziell. Ist aber bei Star Wars nicht anders. Denen kann...

tearcatcher 27. Mär 2020

... das Gesamtwerk vieler (Schauspieler, Kamerateam, etc.)


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