Und endlich ist Star Trek: Der Film fertig!

Die Fans haben lange Jahre auf die Rückkehr ihrer Lieblinge warten müssen, nun ist es endlich so weit. Der erste Kinofilm mit Captain Kirk und seiner Crew ist auf der großen Leinwand zu bestaunen. Die Effekte sind von atemberaubender Qualität - sie sehen auch 40 Jahre später noch erstklassig aus. Besonders eindrucksvoll ist immer noch die Sequenz, in der Kirk mit einer Fähre zur runderneuerten Enterprise fliegt. Sie dauert einige Minuten und dient nur dazu, die Enterprise in ihrer ganzen Pracht zu zeigen.

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Doch man hat sich auf ein Drehbuch verlassen, das die liebgewonnenen Charaktere nicht wie sie selbst wirken lässt: Die alten Helden erscheinen seltsam leblos. Ein Vergleich mit der familiären Atmosphäre zu Zeiten der klassischen Serie kommt gar nicht in den Sinn. Sie befinden sich aber auch in einer Geschichte, die emotional sehr kühl ist.

Durch das All zieht die gigantische Wolke V'ger, die verschlingt, was auf ihrem Weg liegt. Sie nähert sich der Erde, weswegen die Enterprise unter das Kommando von Admiral Kirk gestellt wird, der alles daransetzt, die Bedrohung für die Erde zu neutralisieren. Aber was sie finden, übersteigt ihre kühnsten Erwartungen. Denn V'ger ist von der Erde. Es ist eine alte Voyager-Sonde, die von Maschinenwesen gefunden und derart aufgemöbelt wurde, dass sie ihrer Programmierung folgen kann: Lerne alles Erlernbare und bringe das gefundene Wissen dem Schöpfer. Mithilfe eines alten Codes der Nasa kann man V'ger dazu bringen, alles zu übertragen, was sie gefunden hat - und dazu, ihre Mission einzustellen.

Die Figuren erscheinen in diesem Film oftmals seelenloser als V'ger. Weil den Nebenfiguren der Hauptbesetzung kein Raum zur Entfaltung gegeben wird, aber auch, weil Kirk und Spock einander entfremdet sind. Dazu kommt der generell sterile Look an Bord der Enterprise mit den farblich zu dezenten Uniformen. Man hat den Eindruck, als hätte man versucht, Star Trek aus dem bunten Weltall der 1960er Jahre in ein fast schon realistisches Ambiente zu verfrachten. Es erinnert an Star Trek, es sieht aber nicht so aus.

Star Trek: The Motionless Picture

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Als der Film in die Kinos kam, tauften die Fans ihn um: Aus Star Trek: The Motion Picture machen sie Star Trek: The Motionless Picture, es wurde also aus dem bewegten das unbewegte Bild. Weil der Film vielen einfach zu langweilig war. Er hat kaum Action, dafür philosophische Momente à la 2001: Odyssee im Weltraum, wenn die Figuren über ihren Platz nicht nur an Bord der Enterprise, sondern die Existenz als solche sinnieren. Der Konflikt zwischen Emotion und Logik, der in Spock manifestiert ist, kommt hier nicht vor. Er ist praktisch verloren, denn der Vulkanier hat sich der totalen, kompromisslosen Logik verschrieben und jeden Anflug von Emotion aus sich getilgt.

Die Fans hatten ein Weltraumabenteuer à la Star Wars erwartet, erhielten aber einen Film, der betont langsam ist und sich mit der Frage nach der ewigen Suche nach Wissen - und den Gefahren, die damit einhergehen - befasst.

Auch heute noch hat der Film nicht nur Fans. Vielen ist er immer noch zu langweilig, insbesondere wenn man an die weiteren, actionreicheren Filme denkt. Star Trek: Der Film steht ziemlich für sich allein. Er lebt nicht von der familiären Atmosphäre und der Kameraderie der Originalserie, hat aber auch nicht das aufregende und auf die Freundschaft der Hauptfiguren abgestellte Feeling der späteren Filme.

Betrachtet man den Film heute, ist es immer noch so, dass Spannung nicht gerade sein Trumpf ist. Jedoch besitzt der Film jenen Humanismus, den man mit Star Trek identifiziert. Er hat seine philosophischen Momente, wenn es um das andauernde menschliche Abenteuer geht, vor allem aber ist er traumhaft schön. Star Trek: Der Film kommt wohl dem am nächsten, wie ein Science-Fiction-Film von einem kontemplativen Filmemacher wie Terrence Malick aussehen würde.

Erfolg im Kino

Ein Erfolg wurde der Film trotz der Schwächen. Das Publikum hungerte nach Science-Fiction. Star Wars und Unheimliche Begegnung der dritten Art waren zu Kassenhits geworden und fachten das Interesse der Zuschauer an. Davon profitierte auch Star Trek: Der Film.

Mit einem Einspielergebnis von 82 Millionen Dollar in den USA war das Weiterleben von Star Trek gesichert. Klar war aber auch, dass gewichtige Änderungen vorgenommen werden mussten, denn in einem waren sich alle einig: Star Trek: Der Film war visuell ansprechend - aber auch sehr langweilig.

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 Dreharbeiten mit unfertigem DrehbuchStar Trek: Der Film - Director's Cut Edition 
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Harddrive 29. Mär 2020

Bis einschließlich Star Trek 8 waren eigentlich alle Filme mit geraden Zahlen gut und die...

ZuWortMelder 29. Mär 2020

War sie auch- für die neue geplante Phase 2, sogar vom Grundgerüst der Klassiker; Kirk...

Hotohori 27. Mär 2020

Ist nur die Frage was in den Folgen nun wirklich von ihm stammt und was die Kompromisse...

derKlaus 27. Mär 2020

Ja, das ST-Fandom ist schon speziell. Ist aber bei Star Wars nicht anders. Denen kann...

tearcatcher 27. Mär 2020

... das Gesamtwerk vieler (Schauspieler, Kamerateam, etc.)



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