Die Enterprise taucht wieder auf
Im Oktober letzten Jahres tauchte das Modell wieder auf – oder zumindest hat es den Anschein. Es wurde in einer Ebay-Auktion als Rare Custom Star Trek USS Enterprise Spaceship by Richard Datin angeboten. Der Aufrufpreis war mit 1.000 US-Dollar sehr moderat. Zum Vergleich: Ein Original-Modell des Enterprise-Shuttles Galileo 7 wurde bei einer Auktion für mehr als 200.000 US-Dollar verkauft.
Die Auktion wurde nach mehreren Stunden ohne Verkauf beendet. Vermutlich hat der Verkäufer ein Angebot bekommen, das er nicht ausschlagen konnte.
Einige Star-Trek-Experten haben die Fotos, mit denen die Auktion beworben wurde, studiert. Dabei ist Konsens, dass es sich um das echte Modell handelt. Das erklärte auch Noel Datin McDonald, die Tochter des längst verstorbenen Richard C. Datin, dass ihr Vater einen Mikroskopständer als Halterung für die Enterprise benutzt habe und das auf dem Bild genauso aussehe.
Versuche, das Schiff zurückzubekommen
Gene Roddenberrys Sohn Rod bestätigte Trekmovie.com, dass er über einen Mittler in Kontakt mit der Person stehe, die die Auktion gestartet hatte. Er wollte, dass das Modell nicht in private Sammlerhand geht, sondern ebenso wie das drei Meter große Modell der Enterprise in die Sammlung des Smithsonian's National Air and Space Museum übergehen sollte, damit jeder Fan es sehen könne.
In einem Statement erklärte er: "In den letzten zehn Jahren war es eines meiner Hauptziele, im Rahmen des Roddenberry-Archiv-Projekts bedeutendes Star-Trek-Material und Artefakte zu finden, zu bergen und digital zu archivieren. Die Absicht sei bei diesem Modell, sie für das Roddenberry-Archiv bis ins kleinste Detail zu scannen und sie nach strenger Prüfung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen."
"Ein Leuchtfeuer der Hoffnung"
Er sei der festen Überzeugung, dass ein Stück von solcher Bedeutung nicht in einer privaten Sammlung aufbewahrt werden solle. "Dieses ikonische Artefakt sollte zusammen mit dem großen Drehmodell im Smithsonian's National Air and Space Museum aufbewahrt werden, wo es dazu dienen kann, die Geschichte des Fernsehens und die Geschichte der Weltraumforschung zu erzählen und letztendlich ein Leuchtfeuer der Hoffnung für die Zukunft zu sein."
Es ist noch nicht endgültig geklärt, ob es sich bei dem Modell um das Original handelte und wie weit sich Rod Roddenberrys Bemühungen ausgezahlt haben. Seit dieser Auktion sind einige Monate ins Land gegangen, das Modell hat sicherlich den Besitzer gewechselt und die Schwierigkeit wird sein, dass der neue Besitzer viel Geld bezahlt hat, mutmaßlich wohl wissend, dass er ein gestohlenes Stück erworben hat.
Über ihn könnte zumindest ein bisschen Licht in die Sache gebracht werden, wie das Modell in seinen Besitz kam. So könnte man ein klein wenig mehr nachvollziehen, welche Wege die Enterprise in 46 Jahren zurückgelegt hat.