Star Trek: Autoren haderten mit Roddenberrys goldener Regel

Zu Zeiten der klassischen Serie von Star Trek war es so, bei Star Trek: The Next Generation kam sie noch mehr zum Tragen: Gene Roddenberrys Regel, dass es keine interpersonellen Konflikte unter den Hauptfiguren einer Serie geben durfte.
Der Star-Trek-Schöpfer war der Meinung, dass ein Raumschiff der Sternenflotte so effizient sei, dass alle Crewmitglieder mit Professionalismus und Respekt agierten. Wirklich eine idyllische Zukunft – aber auf Kosten des narrativen Potenzials.
So sahen es zumindest einige der Autoren der Serien, wie die US-Entertainment-Website Slashfilm berichtet(öffnet im neuen Fenster) . Auch als Roddenberry nicht mehr aktiv an Star Trek: The Next Generation beteiligt war, wurde es nicht besser, denn sein Nachfolger Rick Berman sah es ähnlich.
Erst bei Star Trek: Deep Space Nine war es anders, was nicht daran lag, dass Berman lockerer geworden wäre, sondern dass Showrunner Ira Steven Behr sich zwar anhörte, was Berman zu sagen hatte, dann aber tat, was er wollte.
William Shatner glaubt, dass Roddenberrys Ansichten aus seiner Zeit beim Militär kamen. Die Autoren sollten zwar drumherum dramatische Geschichten entwickeln, aber über allem stand das Credo: Das ist die Art, wie ein Schiff und seine Besatzung funktionieren.
Dokumentation über die Anfänge
In der Dokumentation Chaos on the Bridge(öffnet im neuen Fenster) über die ersten beiden Jahre der nächsten Generation kam Shatner zu der Einschätzung, dass es in jenen Jahren viele verschiedene Kräfte gab, die in verschiedene Richtungen zogen. Dabei ging es immer um die Frage, ob man Gene Roddenberrys Regeln folgen oder sie missachten sollte.
Manche Autoren fanden sie limitierend und empfanden es offenbar als schwierig, immer wieder Konflikte von außen auf das Schiff zu bringen. Letztlich hatte Roddenberry insofern Recht, als dass Star Trek: The Next Generation nach wie vor eine der beliebtesten Serien des Franchise ist.