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Star Trek: Als der Babylon-5-Schöpfer Star Trek machen wollte

Für einen kurzen Augenblick hätte J. Michael Straczynski zu dem Mann werden können, der die Star-Trek-Geschicke leitet.
/ Peter Osteried
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Auch JMS wollte eine neue Version von Spock und Kirk bringen. (Bild: Paramount)
Auch JMS wollte eine neue Version von Spock und Kirk bringen. Bild: Paramount

Star Trek befand sich im Jahr 2004 ziemlich am Ende, der letzte Kinofilm Nemesis war ein Flop und Star Trek: Enterprise hatte nur noch ein Jahr, bis es eingestellt wurde . Zu der Zeit arbeiteten J. Michael Straczynksi und Bryce Zabel an einem 14-seitigen Konzept für Paramount, das sie Star Trek: Re-Boot the Universe(öffnet im neuen Fenster) nannten.

Es kam zustande, weil beide an einem anderen Projekt gearbeitet hatten und dabei über ihre gemeinsame Liebe für Star Trek sprachen. Aus einem Mittagessen heraus entstanden so viele Ideen, dass sie ein Konzept verfassten, das zu den Ursprüngen zurückgeführt hätte, wie Zabel im Buch The Fifty-Year Mission: The Next 25 Years: From The Next Generation to J.J. Abrams erzählt.

Ein Neustart

JMS und Zabel waren der Meinung, dass das Franchise einen Reboot benötigte. Bekannte Figuren, aber neue Geschichten waren angedacht, mit Captain Kirk und seiner Crew von der U.S.S. Enterprise. Sie wollten Kirk und Co. aber nicht auf der Akademie zeigen, wie es J.J. Abrams 2009 mit seinem Reboot-Kinofilm tat. Vielmehr wollten sie die klassische Serie neu auflegen, nur mit modernerem Look und frischem Erzählansatz.

Die Idee war, dass, wenn das Publikum Star Trek nach und nach den Rücken kehren würde, eine Serie mit den bekannten TOS-Figuren wieder auf breites Interesse stoßen würde. Wie richtig das war, zeigte dann auch der Kinofilm.

Straczynski und Zabel wollten das alte Star Trek aber nicht beerdigen. Das neue hätte in einem eigenen Paralleluniversum spielen sollen. Zabel sagte dazu "Wir hätten es wie in den Comics gemacht – mit einem separaten Universum für die alten Trek-Serien und -Filme. Das hätte uns kreativ befreit, da der kanonische Ballast weggefallen wäre. Wir wollten Kirk, Spock, McCoy und die anderen in einer kraftvollen Ursprungsgeschichte zeigen, die erklärt, wie diese Crew solch extreme Bande der Freundschaft knüpfen konnte."

Ein neuer Kirk

Beide Autoren stellten den Pitch Paramount vor, aber dort lehnte man ab. Möglicherweise, weil J.J. Abrams schon eine ähnliche Idee vorgestellt hatte. Das aktuelle Star Trek griff die Idee im Grunde auch wieder auf, mit einem jungen James T. Kirk, der immer wieder in Star Trek: Strange New Worlds auftaucht.

Die einzig halbwegs offizielle Arbeit von J. Michael Straczynski ist übrigens ein Comic aus dem Verlag DC. Im Februar 1991 erschien als Nr. 16 der Reihe Star Trek die Geschichte Worldsinger.


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