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Star Computing: China startet erste KI-Weltraumcomputer-Konstellation

Es sind die ersten zwölf Satelliten , mit denen Daten direkt im Weltall verarbeitet werden sollen.
/ Patrick Klapetz
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Der Raketenstart am 14. Mai 2025 in China (Bild: Casc)
Der Raketenstart am 14. Mai 2025 in China Bild: Casc

Die Casc, das chinesische Unternehmen für Luft- und Raumfahrt, Wissenschaft und Technologie, hat am 14. Mai 2025 erfolgreich die ersten zwölf ihrer 2.800 Satelliten starken KI-Weltraumcomputerkonstellation gestartet. Der Start vom Jiuquan Satellite Launch Center im Nordwesten Chinas erfolgte um 6:12 Uhr (MESZ).

Die zwölf Satelliten bilden eine Drei-Körper-Computer-Konstellation des Star-Computing-Programms, bei der Daten direkt im Weltraum und nicht auf dem Boden verarbeitet werden. Es sei die erste spezielle Konstellation für die Datenverarbeitung im Orbit, teilte das kommerzielle Unternehmen ADA Space (Chengdu Guoxing Aerospace Technology Co., Ltd.) mit(öffnet im neuen Fenster) .

China will Weltmacht in KI werden

Dies markiert eine Verlagerung von Satelliten, die sich ausschließlich auf Sensorik oder Kommunikation konzentrieren, hin zu solchen, die auch als Datenverarbeitungssysteme und KI-Plattformen dienen.

Laut dem Unternehmen kann die Konstellation die wachsende Nachfrage nach Echtzeitcomputern im Weltraum decken und China dabei helfen, beim Aufbau einer Weltraum-Computerinfrastruktur weltweit die Führung zu übernehmen.

Das Programm könnte sich in Chinas nationale Initiative Neue Infrastrukturen einfügen sowie in das Ziel des Landes, bis 2030 weltweit führend in der KI zu sein. Der Weltraum ist dabei ein möglicher Anwendungsbereich.

Instrumente zur Fernerkundung

Die Konstellation wird eine kombinierte Rechenleistung von 5 Peta-Operationen pro Sekunde (POPS) mit 30 Terabyte Speicherplatz an Bord haben. Dadurch soll die Abhängigkeit von der bodengestützten Recheninfrastruktur verringert werden. Zudem verfügen die Satelliten über fortschrittliche KI-Fähigkeiten, und die verarbeiteten Daten sollen mit 100 Gbit/s via Laserverbindungen zur Erde übertragen werden.

Des Weiteren befinden sich Instrumente zur Fernerkundung an Bord der künstlichen Objekte. Ein Satellit trägt einen Polarimeter für kosmische Röntgenstrahlung, der von der Universität Guangxi und den Nationalen Astronomischen Observatorien der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (Naoc) entwickelt wurde. Er soll transiente Ereignisse wie Gammastrahlenausbrüche aufspüren, identifizieren und klassifizieren, während er gleichzeitig Meldungen auslöst, die Folgebeobachtungen durch andere Missionen ermöglichen.


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