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Star City: Das perfekte Gegenstück zu For All Mankind

Star City ist eine neue Sci-Fi-Serie bei Apple TV, die parallel zu For All Mankind erzählt wird – aus sowjetischer Perspektive.
/ Peter Osteried
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Anastasia auf dem Weg zum Mond (Bild: Apple TV)
Anastasia auf dem Weg zum Mond Bild: Apple TV
Inhalt
  1. Star City: Das perfekte Gegenstück zu For All Mankind
  2. Die totale Überwachung

For All Mankind begann damit, dass der erste Mensch den Mond betrat. Das war allerdings ein sowjetischer Kosmonaut, kein US-amerikanischer Astronaut. Die neue Science-Fiction-Serie Star City beginnt damit, dass mitten in der Nacht eine russische Frau von Soldaten abgeholt wird. Sie fürchtet um ihr Leben, wird aber ins Kontrollzentrum der Weltraummission gebracht. Denn ihr Mann ist Kosmonaut und sie darf sehen, wie er den Mond betritt. Gewusst hat sie davon nichts.

For All Mankind ist eine von Apple TVs großen Sci-Fi-Erfolgsserien. Ein Spin-off drängte sich regelrecht auf, denn im Verlauf von bislang fünf Staffeln erlebten die Zuschauer zwar eine alternative Historie rund um das Wettrennen im All zwischen den USA und der Sowjetunion, aber die russische Perspektive gab es dabei nie – nur deren Erfolge und Misserfolge, die die Nasa und die Amerikaner antrieben.

Im Sternenstädtchen

In Star City (Start: 29. Mai 2026) wird der Chefkonstrukteur für seinen immensen Erfolg der Mondlandung mit einer Medaille geehrt, er darf sie aber nicht behalten. Seine Existenz muss geheim bleiben, weil die Sowjets fürchten, die Amerikaner könnten ihm etwas antun – oder an ihn herantreten.

Der Chefkonstrukteur träumt indes schon von mehr: von einer Basis auf dem Mond, auch einem Flug zur Venus. Zunächst steht jedoch die nächste Mondlandung auf dem Plan, bei der die erste Frau den Erdtrabanten betreten soll.

Allerdings fällt die dafür auserwählte Kosmonautin in Ungnade. Ihr Ersatz Anastasia ist kaum vorbereitet und erweist sich obendrein als nicht so willfährig, wie das Zentralkomitee der Sowjetunion es erwartet. Anastasia soll eine neue Heldin der Sowjetunion werden, perfekt für die Propaganda. Nur sollten solche Heldinnen verheiratet sein.

Eine weitere weibliche Hauptfigur ist Irina. Sie arbeitet in der Überwachung, belauscht Kosmonauten und dokumentiert, was sie sagen. Einer ihrer Kolleginnen ist es zu verdanken, dass die ursprünglich eingeplante Kosmonautin ausgemustert wurde.

Irina selbst ist ehrgeizig, will hoch hinaus, hat aber noch Skrupel. Und doch: Ihre Vorgesetzte, die im großen patriotischen Krieg mehr als hundert Nazis erschossen hat, erkennt ihr Potenzial und fördert sie. Das bringt Irina allerdings an ihre Grenzen.

Etwas kürzer

Mit acht Folgen ist Star City etwas kürzer als For All Mankind mit zehn Folgen pro Staffel. Interessant ist der Kontrast beider Serien. Wo For All Mankind fast schon farbenfroh inszeniert ist und die Uniformen der Astronauten auch mit Primärfarben arbeiten, wirkt Star City nicht nur unterkühlt, sondern schlichtweg trist.

Bei der Umsetzung orientierte man sich offenkundig am sowjetischen Kino(öffnet im neuen Fenster) der 1970er Jahre.


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