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Star Citizen: Schwerelos im FPS-Modul

Chris Roberts hat auf der PAX Australia das First-Person-Shooter-Modul von Star Citizen vorgestellt. Es wird von Illfonic entwickelt, künftig ins persistente Universum integriert und bietet taktische Kämpfe.
/ Marc Sauter
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FPS-Modul (Bild: CIG)
FPS-Modul Bild: CIG

Den Hangar und den Arena Commander gibt es bereits, das nächste Modul für Star Citizen wird ein First Person Shooter (FPS). Auf der PAX Australia zeigte Cloud Imperium Games erste Gameplay-Szenen aus dem kommenden FPS-Modul, das Illfonic entwickelt. Geplant sind mehrere Spielmodi, die optional in der Schwerelosigkeit stattfinden.

Star Citizen – FPS Modul (Gameplay 4 gegen 4)
Star Citizen – FPS Modul (Gameplay 4 gegen 4) (09:21)

Illfonic ist ein US-amerikanisches Studio, das zuletzt 2012 den Shooter Nexuiz auf Basis der Cryengine 3 entwickelt hatte. Bisher wurde das Team von Cloud Imperium Games scherzhaft als "Redacted" bezeichnet, was in diesem Kontext nichts anderes bedeutet als eine Auftragsarbeit.

Da Star Citizen später in einem persistenten Universum – auf Stationen, in Schiffen und im All – spielt, sollen die Kämpfe taktischer ausfallen als in anderen Shootern: Die Spielfigur spawnt nach einem Tod nicht einfach wieder. Verletzte können angeschossene Gliedmaßen nicht mehr nutzen und müssen von ihren Kameraden in Sicherheit gebracht werden, ein finaler Kopftreffer beendet hingegen das virtuelle Leben.

Die Immersion beginnt schon vor dem Kampf: Der Brustkorb der Spielfigur hebt und senkt sich, der Atem beschlägt je nach Sprintdauer die Innenseite des Helmvisiers. Schauen wir uns um, wandern die Augen ab einem bestimmen Punkt alleine weiter, etwa beim Blick auf die Waffe oder die Füße.

Illfonic verzichtet auf übertriebenes Head Bobbing, wie im echten Leben fokussiert auch die Spielfigur entfernte Punkte, die nicht schwanken, da Gehirn und Augen das Wackeln des Kopfes ausgleichen.

Die Waffe feuert immer gemäß ihrer Ausrichtung, es gibt kein dauerhaft zentriertes Fadenkreuz – wer sauber zielen möchte, muss mit Kimme und Korn arbeiten.

Reaktor aus, Jetpack an

Für das FPS-Modul sind derzeit mehrere Spielmodi wie Team Deathmatch geplant, im persistenten Universum hängt es davon ab, wo wie gekämpft wird. In der Demo auf der PAX Australia treffen zwei 4-Mann-Gruppen aufeinander, die sich zu Beginn vorsichtig durch eine düstere und verwinkelte Raumstation navigieren. Taschenlampen lassen die Spielfiguren schicke Schatten werfen, die Animationen sind teils noch Platzhalter.

Schon in der Vorführversion gibt es unterschiedliche Panzerungen, Laufgeschwindigkeiten und Waffen – etwa eine Art Maschinengewehr, eine Shotgun oder eine Pistole. Im Essensraum treffen die beiden Teams schließlich aufeinander: Gegner blinken rot auf dem Radar, Glas splittert, Teller fliegen umher, wir lehnen uns um Ecken, ein Spieler geht trotz Schutzschild zu Boden.

In der zweiten Runde marschiert einer der Angreifer in den Maschinenraum und deaktiviert die Energieversorgung des Reaktors, der die Schwerkraft auf dem Schiff erzeugt. Ausrüstungsgegenstände und Kisten schweben umher, die Spieler schalten ihre Jetpacks (Manned Maneuvering Units) ein und stoßen sich von der Umgebung ab – wie einst in Shattered Horizon.

Im Frachtraum kommt es zum Duell der beiden Gruppen, bis schließlich nur noch ein Spieler übrig ist – umgeben von in der Schwerelosigkeit des FPS-Moduls treibenden Toten. Uns hat die Demo gut gefallen, Illfonic hat die klassische Shooter-Mechanik sauber umgesetzt.

Nun sind wir gespannt, wie sich das Modul im Frühjahr 2015 auf dem heimischen Rechner spielt.


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